JENSEITS DER ZEIT

Der Originallyrics-Text

[Strophe 1]
Weißt du noch, der große Tag,
als ein Fernseher ins Wohnzimmer kam?
Ein Holzkasten, ziemlich schwer,
und plötzlich musste jeder her.

Der Vater rückte ihn zurecht,
die Mutter fand die Kabel schlecht.
Dann flimmerte ein kleines Bild,
und alle saßen mucksmäuschenstill.

[Refrain]
Weißt du noch, das erste Fernsehbild?
Schwarz und weiß, und manchmal ziemlich wild.
Wir saßen da, die Augen groß,
was war denn mit der Welt jetzt los?
Weißt du noch, wie schön das war?
Die ganze Nachbarschaft war da.
Ein kleines Bild, ein großer Traum,
und keiner fand mehr Platz im Raum!

[Strophe 2]
Die Nachbarin brachte Kuchen mit,
Herr Meier nahm den besten Sitz.
Die Kinder hockten auf dem Boden,
und keiner durfte draußen toben.

Mal rauschte es, mal war es weg,
dann klopfte Vater ans Gerät.
Und wenn das Bild mal wieder sprang,
fing unser ganzes Schimpfen an.

[Refrain]
Weißt du noch, das erste Fernsehbild?
Schwarz und weiß, und manchmal ziemlich wild.
Wir saßen da, die Augen groß,
was war denn mit der Welt jetzt los?
Weißt du noch, wie schön das war?
Die ganze Nachbarschaft war da.
Ein kleines Bild, ein großer Traum,
und keiner fand mehr Platz im Raum!

[Strophe 3]
Am Abend kam der Sendeschluss,
dann war mit Fernsehen wirklich Schluss.
Das Testbild stand noch eine Weile,
doch niemand hatte große Eile.

Wir redeten beim letzten Tee,
und draußen fiel der erste Schnee.
Der Fernseher war längst schon aus,
doch alle blieben noch im Haus.

[Schlussrefrain]
Weißt du noch, das erste Fernsehbild?
Schwarz und weiß, und manchmal ziemlich wild.
Wir saßen da, die Augen groß,
und lachten einfach hemmungslos.
Weißt du noch? Erzähl es mir!
Die alten Bilder bleiben hier.
Und wenn ich heut daran zurückdenk,
ist dieses Lächeln mein Geschenk.

[Outro]
Ach, weißt du noch?
Ja, und ob!