Frage 24 · Gesellschaft & Politik
Was ist meine Pflicht der Gesellschaft gegenüber?
Position statt Musterlösung: Der Song ist eine zugespitzte Antwort von Susanne. Unterscheide Werturteil, rhetorische Zuspitzung und überprüfbare Tatsachenbehauptung – und widersprich, wenn du Gründe hast.
[Intro]
Ich bin nicht allein.
Ich war es nie.
Und das verpflichtet mich –
nicht aus Zwang,
sondern aus Würde.
[1. Vers]
Meine Pflicht ist nicht,
mich zu verbiegen.
Nicht, perfekt zu sein.
Nicht, alles mitzumachen.
Aber:
Ich darf nicht blind sein,
wenn andere fallen.
Ich darf nicht taub sein,
wenn jemand schreit.
Ich darf nicht still sein,
wenn Unrecht laut wird.
[Pre-Chorus]
Ich bin Teil von allem.
Nicht König. Nicht Opfer.
Ich bin Mitmensch.
Und das ist genug,
um Verantwortung zu tragen.
[Chorus]
Meine Pflicht ist:
Mensch bleiben.
Mitfühlen.
Nicht weggucken.
Nicht aufgeben.
Nicht verrohen.
Meine Pflicht ist,
mich selbst zu fragen:
Was tue ich mit meinem kleinen Teil Welt?
[2. Vers]
Ich muss nicht die Welt retten.
Aber ich kann zuhören.
Ich kann teilen.
Ich kann den Ton ändern –
den Blick –
das Klima in einem Raum.
Meine Pflicht ist nicht,
alle zu lieben.
Aber niemanden zu entmenschlichen.
[Bridge]
Meine Pflicht ist,
dass niemand sich fürchten muss,
wenn ich den Raum betrete.
Dass meine Stimme
nicht zerstört,
sondern fragt.
Und dass mein Leben
nicht nur mir gehört –
sondern dem Wir.
[Chorus]
Meine Pflicht ist,
Hoffnung nicht auszulachen.
Würde nicht zu relativieren.
Und Verantwortung nicht zu verschieben.
Ich bin Teil davon.
Von diesem Chaos.
Von diesem Wunder.
Von dieser Gesellschaft.
[Outro]
Ich bin nicht die Lösung.
Aber ich bin auch nicht egal.
Und was antwortest du?
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