SMS – Susanne macht SchuleWissen darf lebendig sein.
Frage 12 · Natur & Verantwortung

Warum pflückt man Blumen, wenn man die Natur liebt?

[Intro] Da war sie. So schön. So zart. So lebendig. Und ich? Ich musste sie pflücken. Musste. Warum eigentlich? [1. Vers] Wir sagen: „Ich liebe die Natur.“ Und meinen: „Ich will sie nah bei mir haben.“ Aber Liebe, die nicht lässt – ist keine Liebe. Pflücken ist greifen. Greifen ist Besitz. Und Besitz tötet das, was lebt. [Pre-Chorus] Vielleicht wollen wir die Schönheit halten – aber sie war nur schön, weil sie frei war. [Chorus] Warum pflücken wir Blumen, obwohl wir die Natur schützen wollen? Weil wir immer noch glauben, dass Nähe bedeutet: Festhalten. Weil wir nicht gelernt haben, zu bewundern, ohne zu besitzen. [2. Vers ] Eine Blume lebt für sich. Nicht für unsere Vase. Nicht für Instagram. Nicht für „Guck mal, wie schön“. Sie lebt, weil sie lebt. Nicht, weil wir es wollen. [Bridge] Man kann einen Duft nicht fangen. Man kann einen Sonnenuntergang nicht mitnehmen. Und eine Blume stirbt, wenn man sie liebt wie ein Ding. [Chorus] Warum reißen wir das Schöne aus dem Boden? Vielleicht weil wir Angst haben, dass es vergeht, wenn wir es nicht behalten. Aber wahre Liebe lässt leben. Und schützt – auch ohne Griff. [Outro] Vielleicht ist das größte Geschenk an die Natur: Nicht zu nehmen. Nur zu sehen. Nur zu sein. Mit ihr.

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