SMS · Susanne macht SchuleWissen darf lebendig sein.

13/15 · Kräfte der Verwandlung

Hephaistos
Der verwundete Schmied

Archetypische Linie: Handwerk, Wunde, Schöpfung, Verwandlung.

Die Figur zeigt, wie gerade aus Verwundung Kunst, Form und Handwerk entstehen können.
Hephaistos
Hephaistos als Bildwelt dieser Reihe.
Mythologischer Kern

Was erzählt der Mythos?

Hephaistos ist der göttliche Schmied – hinkend, verletzt, aber schöpferisch gewaltig.

Poetische Deutung

Welche innere Kraft wird sichtbar?

Die Figur zeigt, wie gerade aus Verwundung Kunst, Form und Handwerk entstehen können.

Leitbegriff: Handwerk, Wunde, Schöpfung, Verwandlung
Hinweis zu den Lyrics: Hier steht der vollständige Liedtext der Reihe mit Video und Bild gemeinsam. So können Bildsprache, Sprache und Musik zusammen gelesen werden.

Video und Lyrics

Hephaistos – Der verwundete Schmied

[Strophe 1] Er fiel aus hohen Hallen, nicht schön genug fürs Licht. Der Himmel wollte Glanz nur sehn und sah die Tiefe nicht. Hephaistos lag im Dunkeln, verstoßen, krumm und wund. Doch in der Tiefe seiner Nacht fand Feuer seinen Grund. [Strophe 2] Er nahm den Schmerz in beide Hände, legte ihn ins Glühn. Er schmiedete aus Schande das, was Götter niederknien. Kein makelloser Körper hat seine Macht gemacht. Es war die alte Wunde, die ihn zur Kunst gebracht. [Refrain] Hephaistos, Hephaistos, Schmied der Nacht und Glut. Mach aus meiner alten Wunde Werkzeug, Form und Mut. Hephaistos, Hephaistos, Feuer unter Stein. Was die Welt verworfen hat, kann schöpferisch und heilig sein. [Strophe 3] Er baut den Göttern Waffen, er baut den Thron, den Schild. Er zeigt: Die Hand, die zittert, erschafft ein neues Bild. Nicht jeder, der gebrochen scheint, ist schwach vor dieser Welt. Manchmal ist der Riss der Ort, an dem das Licht einfällt. [Bridge] In jedem Menschen lebt Hephaistos, wo Verletzung Arbeit wird. Wo man sich nicht wegwerfen lässt, nur weil man anders wirkt. Der Schmied kennt keine falsche Scham, er fragt nicht nach Applaus. Er hämmert seine Wahrheit hell aus jedem Schatten raus. [Refrain] Hephaistos, Hephaistos, Schmied der Nacht und Glut. Mach aus meiner alten Wunde Werkzeug, Form und Mut. Hephaistos, Hephaistos, Feuer unter Stein. Was die Welt verworfen hat, kann schöpferisch und heilig sein. [Outro] Ich bin nicht mein Sturz, ich bin nicht euer Blick. Ich schmiede aus dem Fall mein göttliches Geschick.

Gesprächsimpulse

Drei Fragen für die Diskussion

01

Warum ist die verwundete Figur gerade die schöpferische?

02

Was meint „Verwandlung“ hier ganz konkret?

03

Welche Bedeutung hat Handwerk in einer digitalisierten Welt?