SMS · Susanne macht SchuleWissen darf lebendig sein.

03/15 · Familie des Olymp

Hades
Der Herr der verborgenen Tiefe

Archetypische Linie: Unterwelt, Grenze, Schatten, Verdrängtes.

Nicht der Teufel, sondern Hüter der Tiefe: Hades zwingt dazu, Schatten, Verlust und innere Unterwelten nicht zu verdrängen.
Hades
Hades als Bildwelt dieser Reihe.
Mythologischer Kern

Was erzählt der Mythos?

Hades herrscht über die Unterwelt, über die Toten und über jene Bereiche, die dem Tageslicht entzogen bleiben.

Poetische Deutung

Welche innere Kraft wird sichtbar?

Nicht der Teufel, sondern Hüter der Tiefe: Hades zwingt dazu, Schatten, Verlust und innere Unterwelten nicht zu verdrängen.

Leitbegriff: Unterwelt, Grenze, Schatten, Verdrängtes
Hinweis zu den Lyrics: Hier steht der vollständige Liedtext der Reihe mit Video und Bild gemeinsam. So können Bildsprache, Sprache und Musik zusammen gelesen werden.

Video und Lyrics

Hades – Der Herr der verborgenen Tiefe

[Strophe 1] Hades steigt nicht in den Himmel, er sucht kein goldenes Licht. Er sitzt im Reich der Schatten, doch finster ist er nicht. Er trägt die Krone der Tiefe, wo jeder Name schweigt. Wo alles, was wir nicht begreifen, sich still zur Grenze neigt. [Strophe 2] Die Menschen fürchten seinen Namen, weil er das Ende kennt. Doch Hades ist nicht bloß Vernichtung, nicht nur das, was trennt. Er hütet alle Übergänge, die niemand umgehen kann. Er nimmt, was nicht mehr bleiben darf, und schaut es wortlos an. [Refrain] Hades, Hades, Herr der Tiefe, öffne nicht aus Hass dein Tor. Zeig mir, was im Schatten wartet, und was ich an mich selbst verlor. Hades, Hades, dunkler Hüter, Gold und Staub in deiner Hand. Wer die Unterwelt nicht meidet, findet dort sein wahres Land. [Strophe 3] Im Dunkel liegen Schätze, die kein Taglicht gleich versteht. Auch Samen ruhen unter Erde, bevor ein Frühling geht. Persephone kennt deinen Garten, den Granatapfel, roten Kern. Nicht jede Nacht ist ohne Rückkehr, nicht jede Ferne bleibt uns fern. [Bridge] In jedem Menschen lebt ein Hades, wo Verdrängtes schweigend steht. Wo ein Schmerz, den keiner sehen will, durch innre Hallen geht. Doch wer hinabzusteigen wagt, verliert nicht nur sein Licht. Er findet eine tiefre Wahrheit, die an der Oberfläche bricht. [Refrain] Hades, Hades, Herr der Tiefe, öffne nicht aus Hass dein Tor. Zeig mir, was im Schatten wartet, und was ich an mich selbst verlor. Hades, Hades, dunkler Hüter, Gold und Staub in deiner Hand. Wer die Unterwelt nicht meidet, findet dort sein wahres Land. [Outro] Ich fürchte nicht mehr jede Nacht, ich nenne sie nicht Feind. Denn manchmal ist die Tiefe der Ort, wo sich die Seele eint.

Gesprächsimpulse

Drei Fragen für die Diskussion

01

Warum ist Hades in dieser Deutung nicht einfach böse?

02

Welche „Unterwelten“ kennen Menschen psychologisch oder biografisch?

03

Was könnte es bedeuten, dass Wahrheit manchmal eher unten als oben zu finden ist?