SMS · Susanne macht SchuleWissen darf lebendig sein.

10/15 · Kräfte des Geistes und Handelns

Artemis
Die freie Wildnis

Archetypische Linie: Wildnis, Freiheit, Selbstbestimmung.

Der Song liest Artemis als Figur unberührter Freiheit – nicht gegen Beziehungen, sondern gegen Vereinnahmung.
Artemis
Artemis als Bildwelt dieser Reihe.
Mythologischer Kern

Was erzählt der Mythos?

Artemis ist Göttin des Waldes, der Jagd, des Mondes und der ungebundenen Freiheit.

Poetische Deutung

Welche innere Kraft wird sichtbar?

Der Song liest Artemis als Figur unberührter Freiheit – nicht gegen Beziehungen, sondern gegen Vereinnahmung.

Leitbegriff: Wildnis, Freiheit, Selbstbestimmung
Hinweis zu den Lyrics: Hier steht der vollständige Liedtext der Reihe mit Video und Bild gemeinsam. So können Bildsprache, Sprache und Musik zusammen gelesen werden.

Video und Lyrics

Artemis – Die freie Wildnis

[Strophe 1] Artemis geht leise durch silberhelles Gras. Der Mond liegt auf den Schultern, die Nacht wird kühl und klar. Sie braucht kein goldnes Zimmer, kein Lob aus fremdem Mund. Sie kennt den Pfad der Tiere und jeden Waldesgrund. [Strophe 2] Sie ist die Unberührte, nicht kalt und nicht aus Stein. Sie wählt nur selbst die Nähe und lässt sich nicht verleihn. Ihr Bogen ist die Grenze, ihr Blick sagt: Bis hierher. Wer Freiheit nur besitzen will, findet sie nicht mehr. [Refrain] Artemis, Artemis, wilde Schwester, führ mich tief ins freie Land. Zeig mir meine eigne Spur, meinen Atem, meinen Stand. Artemis, Artemis, Mond der Wälder, Schutz der Tiere, klare Nacht. Wer sich selber treu gehört, hat die Seele heimgebracht. [Strophe 3] Sie hütet alles Junge, was noch verwundbar lebt. Das Reh im Farn, das Kind im Traum, das zittert und doch strebt. Sie kennt die alte Reinheit, die nicht moralisch spricht. Rein ist, was sich selbst gehört und keinem Zugriff bricht. [Bridge] In jedem Menschen lebt Artemis, wenn ein Nein wie Silber klingt. Wenn die Seele aus der Enge wieder in die Wälder springt. Nicht jede Nähe ist Liebe, nicht jede Hand ist gut. Manchmal ist die größte Heiligkeit ein unverhandelter Mut. [Refrain] Artemis, Artemis, wilde Schwester, führ mich tief ins freie Land. Zeig mir meine eigne Spur, meinen Atem, meinen Stand. Artemis, Artemis, Mond der Wälder, Schutz der Tiere, klare Nacht. Wer sich selber treu gehört, hat die Seele heimgebracht. [Outro] Sie geht nicht fort aus Härte, sie geht, weil Freiheit ruft. Und wo ihr Bogen glänzt im Mond, atmet die Seele Luft.

Gesprächsimpulse

Drei Fragen für die Diskussion

01

Was unterscheidet Freiheit von bloßer Abgrenzung?

02

Warum ist Wildnis ein positives Bild?

03

Wie lässt sich Selbstbestimmung leben, ohne kalt zu werden?