Hiroshima
Die Uranbombe „Little Boy“ explodierte in etwa 600 Metern Höhe. Druckwelle, Hitze, Feuer und Strahlung zerstörten große Teile der Stadt. Bis Ende 1945 starben nach Schätzungen etwa 140.000 Menschen.
Geschichte · Ethik · Politik · Klassen 8–11 · 90 Minuten
Nicht nur Daten lernen: Entscheidungen rekonstruieren, Argumente prüfen und ein historisches Urteil bilden.
Phase 1 · 8 Minuten
Phase 2 · 15 Minuten
Phase 3 · 15 Minuten
Die Uranbombe „Little Boy“ explodierte in etwa 600 Metern Höhe. Druckwelle, Hitze, Feuer und Strahlung zerstörten große Teile der Stadt. Bis Ende 1945 starben nach Schätzungen etwa 140.000 Menschen.
Die Plutoniumbombe „Fat Man“ traf am 9. August die Stadt. Das hügelige Gelände begrenzte die Ausbreitung teilweise. Bis Ende 1945 starben nach Schätzungen etwa 70.000 bis 74.000 Menschen.
Viele Menschen starben nicht sofort. Verbrennungen, Verletzungen, akute Strahlenkrankheit und spätere Krebserkrankungen prägten das Leben der Überlebenden. Die Hibakusha, die Überlebenden der Atombombenabwürfe, wurden zudem teilweise gesellschaftlich ausgegrenzt.
Phase 4 · 25 Minuten
Der Einsatz habe Japan zur Kapitulation gezwungen und eine verlustreiche Invasion verhindert.
Eine Demonstration der Bombe, veränderte Kapitulationsbedingungen oder weiteres Abwarten hätten geprüft werden können.
Der Einsatz habe nicht nur Japan, sondern auch der Sowjetunion die neue militärische Macht gezeigt.
Der massenhafte Tod von Zivilisten und die Langzeitfolgen seien durch kein militärisches Ziel zu rechtfertigen.
Phase 5 · 17 Minuten
| Kriterium | Frage |
|---|---|
| Kenntnisstand 1945 | Was wussten die Entscheidenden damals – und was wissen wir erst heute? |
| Alternativen | Welche realistischen Handlungswege bestanden? |
| Verhältnismäßigkeit | Stand der erwartete militärische Nutzen im Verhältnis zum Leid? |
| Zivilbevölkerung | Welche Verantwortung bestand gegenüber Nichtkombattanten? |
| Langzeitwirkung | Wie verändert Strahlung die Bewertung? |
Optionaler Abschluss · 10 Minuten
Das etwa zweiminütige Video ist kein Geschichtsfilm und ersetzt keine Quellenarbeit. Es dient als emotionaler Abschluss.
Aus der historischen Frage entsteht eine persönliche: Wann genügt Erinnerung nicht mehr – und wann muss ein Mensch Stellung beziehen?
Zur Unterrichtseinheit „Die Gretchenfrage“