Dein Lieblingsauto
Welches Modell liebst du – und woran erkennst du es sofort?
Psychologie · Umwelt · Technik · Ethik · Doppelstunde
Wir dürfen Sportwagen lieben. Aber unsere Begeisterung entbindet uns nicht vom Denken über Lärm, Ressourcen, Abgase, Sicherheit, Status und Verantwortung.

Phase 1 · 0–15 Minuten
Welches Modell liebst du – und woran erkennst du es sofort?
Form, Farbe, Sound, Motor, Technik, Geschwindigkeit, Geschichte, Seltenheit oder Status?
Modellauto, Foto, Spiel, Simulator, Poster oder echtes Fahrzeug: Wo lebt deine Begeisterung?
Susannes Sammlung
Anklicken und groß ansehen. Die Modelle reichen vom Bugatti Atlantic und Mercedes 300 SL bis zu Testarossa, F40 und F50.










Nicht nur gucken
Einmal Grand-Prix-Gefühl für die Ohren – und danach reden wir darüber, warum gerade der Sound so viel Begeisterung auslösen kann.
Bitte Lautstärke vorher prüfen. Der Motorsound beginnt direkt und ist ordentlich präsent.
Bereit für 21 Sekunden Rennstrecke.
Kribbelt etwas, entsteht Spannung, Freude, Unruhe oder Ablehnung?
Motorleistung, Geschwindigkeit und Technik – oder eine kulturell gelernte Vorstellung von Freiheit und Stärke?
Was für Fans aufregend klingt, kann für Anwohnerinnen, Tiere oder Erholungssuchende Lärm bedeuten.
Phase 2 · 15–30 Minuten
Ein Sportwagen kann Verkehrsmittel, Maschine, Designobjekt, Statussymbol, Klangkörper, Sammlerstück und Traum zugleich sein.
Arbeitsauftrag: Streicht alles, was ihr an einem Sportwagen liebt, obwohl dafür gar kein reales Fahren nötig wäre.
Vielleicht lieben wir nicht nur Metall und Motoren, sondern Freiheit, Besonderheit, Kontrolle, Schönheit, Kindheitserinnerungen oder die Vorstellung eines anderen Lebens.
Frage: Würde das Auto genauso faszinieren, wenn es jeder hätte?
Phase 3 · 30–50 Minuten
Zwei Wünsche oder Überzeugungen passen nicht zusammen. Das erzeugt Spannung.
„Andere sind schlimmer.“ – „Ich fahre ja kaum.“ – „Die Technik wird das lösen.“ – „Es ist nur mein Hobby.“
Wir schauen lieber auf Lack, Sound und Leistung als auf Rohstoffe, Energie, Lärm und Folgen.
Phase 4 · 50–70 Minuten
Es gibt keine Musterlösung. Die Auswertung spiegelt nur, welche Seite des Konflikts du im Moment stärker gewichtest.
Phase 5 · 70–85 Minuten
Wie oft, wie weit, wie schnell und wofür wird das Fahrzeug tatsächlich bewegt?
Welche Materialien, Energie und Arbeit stecken in Gewicht, Motor, Batterie und Ausstattung?
Lärm, Luft, Platz, Unfallrisiko und Kosten werden nicht nur vom Besitzer getragen.
Sammlung, Museum, Simulator, Rennstrecke, kleinere Fahrzeuge oder andere Antriebe bewahren unterschiedliche Teile der Leidenschaft.
Welche Regeln sollten für Tempo, Emissionen, Gewicht, Lärm und öffentlichen Raum gelten?
Was darf privat bleiben – und wann entstehen Folgen, die eine gemeinsame Regel brauchen?
Abschluss · 85–90 Minuten
Exit-Ticket: „Ich darf ______ lieben und sollte trotzdem über ______ nachdenken.“