Altarwand Station 01 von 16 verlorene Lünette

Der Beginn der Ahnenreihe

Abraham – Isaak – Jakob – Juda

Eine Familie, die an ihren Brüchen weiterwuchs

Die Ahnenreihe beginnt mit Aufbruch, Kinderlosigkeit, Vertreibung, Täuschung und Geschwisterhass. Und doch bleibt nach Schuld noch Verantwortung möglich.

Historischer Stich nach Michelangelos verlorener Lünette Abraham, Isaak, Jakob und Juda
Michelangelo, Lünette „Aminadab“. Altarwand der Sixtinischen Kapelle · ohne Stichkappe.
Altarwand 01
Nordwand
Sixtinische
Kapelle
Altarwand 03
Eingangswand

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Altarwand

Aminadab ist die erste verlorene Lünette nach den beiden verlorenen Stationen der ursprünglichen Altarwand.

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Die Familie

Vier Namen eröffnen eine Familie voller Brüche

Familienlinie Abraham → Isaak → Jakob → Juda → Perez
Zentrale Angehörige Sara, Hagar, Ismael, Rebekka, Esau, Lea, Rahel, Tamar
Kern Die Geschichte beginnt nicht mit vollkommenen Menschen, sondern mit Menschen, die versagen und sich manchmal verändern.

Abraham vertraut und verletzt zugleich. Isaak ist das ersehnte Kind und zugleich ein gebundener Sohn.

Jakob erhält den Segen durch Täuschung und wird später selbst getäuscht. Juda verkauft einen Bruder, verweigert Tamar ihr Recht und lernt Verantwortung.

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Michelangelos Bild

Eine Tafel, eine weisende Hand und mehrere Generationen

Der historische Stich zeigt mehrere Generationen in engem Raum. Eine zentrale Figur beugt sich über eine große Tafel, während eine verhüllte Gestalt aus der Gruppe hinausweist.

Die Familie bleibt nicht heil, weil nichts zerbricht. Sie bleibt lebendig, weil nach dem Bruch Verantwortung möglich ist.

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Musik

Aminadab – Eine Familie, die an ihren Brüchen weiterwuchs

hörbereit

Musik von Susanne

Das Lied zu dieser Station

Die Familiengeschichte und Michelangelos stilles Bild werden hier zu Musik.

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Lyrics anzeigen

Abraham – Isaak – Jakob – Juda

[Intro – gesprochen]

Vier Namen am Anfang:
Abraham.
Isaak.
Jakob.
Juda.

Doch kein Weg von ihnen
war gerade.

[Strophe 1]

Abraham zog aus ins Unbekannte,
doch sein Haus blieb nicht verschont.

Hagar ging mit ihrem Sohne,
Isaak lag gebunden auf dem Holz.

Isaak liebte Esau,
Rebekka hielt zu Jakob hin.

Ein Segen kam durch eine Täuschung —

und zwei Brüder wurden Feind.

[Refrain]

Eine Familie voller Brüche,

voller Schuld und Neubeginn.

Keiner ging den Weg vollkommen.

Und doch ging die Linie hin.

Nicht weil nichts zerbrochen wäre —

sondern weil nach Schuld und Leid
noch ein Mensch Verantwortung lernte

und ein neuer Weg begann.

[Strophe 2]

Jakobs Söhne hassten Josef,
Juda half, ihn fortzugeben.

Tamar forderte ihr Recht zurück,
das Juda ihr versagt im Leben.

Da erkannte er sein Unrecht:

Sie ist gerechter als ich.

Und später stand er für den Bruder —

Nimm mich, aber ihn nimm nicht.

[Bridge – gesprochen]

Michelangelos Fresko ist verloren.

Geblieben ist ein Stich:

Menschen auf steinernen Stufen.

Eine Tafel.

Eine weisende Hand.

Eine Familie,
die nicht stehen bleibt.

[Letzter Refrain]

Eine Familie voller Brüche,

voller Schuld und Neubeginn.

Abraham.
Isaak.
Jakob.
Juda.

Keine Helden ohne Riss.

Doch durch Tamar kam Perez —

und die nächste Zeit begann.

Denn Geschichte lebt nicht davon,
dass niemand jemals fallen kann.

[Outro – gesprochen]

Am Anfang stand kein vollkommenes Haus.

Am Anfang stand eine Familie,

die trotz ihrer Brüche
weiterging.