Musik, Text und Konzept: Susanne Albers · Auf YouTube ansehen
Einleitung
Liederzyklus – Sechster Vortrag: Entwickelungstheorie von Lyell und Darwin.
Charles Lyell's Grundsätze der Geologie. Seine natürliche Entwickelungsgeschichte der Erde. Entstehung der größten Wirkungen durch Summirung der kleinsten Ursachen. Entstehung der Gebirge durch langsame, sehr lange Zeit fortdauernde Hebungen und Senkungen des Erdbodens. Unbegrenzte Länge der geologischen Zeiträume. Lyell's Widerlegung der Cuvier'schen Schöpfungsgeschichte. Begründung des ununterbrochenen Zusammenhangs der geschichtlichen Entwickelung durch Lyell und Darwin. Biogrophische Notizen über Charles Darwin. Seine wissenschaftlichen Werke. Seine Korallenrifftheorie. Entwickelung der Selectionstheorie von Charles Darwin und Alfred Wallace.
Darwin's neuestes Werk. Sein Studium der Hausthiere und Culturpflanzen. Hohe Bedeutung dieses Studiums. Andreas Wagner's Ansicht von der besonderen Schöpfung der Culturorganismen für den Menschen. Der Baum der Erkenntniß im Paradies.
Vergleichung der wilden und der Culturorganismen. Darwin's Studium der Haustauben. Bedeutung der Taubenzucht. Unendliche Verschiedenheit der Taubenrassen und gemeinsame Abstammung derselben von einer einzigen Stammart.
Originaltext
Strophe 1
Lyell sah Gebirge im langsamen Atmen,
Heben und Senken, geduldig und still.
Kein Donner, kein göttlicher Finger im Felsen —
nur Kräfte, die wirken, weil die Erde es will.
Er sprach: „Was groß wirkt, beginnt immer klein,
Wandel entsteht aus Tropfen, aus Körnern, aus Nacht.“
Und plötzlich begriff man: Die Welt ist kein Drama —
sie ist eine Arbeit in unendlicher Macht.
Strophe 2
Darwin stand lauschend am Rand der Galapagos,
hörte den Herzschlag der Vögel im Wind.
Er sah, wie Formen sich trennen und finden,
wie jede Abweichung Neues beginnt.
Kein Plan, kein Ziel, nur Auswahl im Werden —
ein täglicher Kampf, der das Leben verwebt.
Und aus den Spuren der unscheinbarsten Tiere
erwächst die Geschichte, die alles erhebt.
Refrain
Die Zeit hat keinen Meister,
sie schreibt ohne Feder und Thron.
Sie baut aus Staub und Zufällen
die Welt, die wir bewohn’.
Doch wer hinsehn kann, der spürt es:
Die Freiheit wohnt im Sein —
und in den stillen Veränderungen
wird jedes Herz ein Stein… und wieder fein.