Originaltext zum Video
[Intro – gesprochen]
Philipp. Diego. Jetzt sagt mir mal ganz ehrlich: Was habt ihr mit den Kindern gemacht?
[Strophe 1]
Da steht ein kleines Mädchen in Stoff und Reif und Pracht, so steif, als hätte irgendwer aus einem Kind ’ne Statue gemacht. Sie soll still sein, schön sein, königlich, stundenlang für euer Bild. Aber Kinder sind doch keine Möbel. Kinder sind lebendig. Wild.
[Refrain]
Kinder wollen laufen, Kinder wollen lachen, Kinder wollen Unsinn und hundert Sachen machen. Sie wollen springen, spielen, fragen, nicht in Kleidern still verzagen. Und Würde heißt doch nicht: Mach dich klein und steh jetzt still. Würde heißt: Ein Kind darf sein, wie ein Kind sein will.
[Strophe 2]
Und diese Kleider — ehrlich jetzt — wer soll sich darin bewegen? Kein Rennen, kein Klettern, kein Fallen in den Regen. Alles sitzt, alles zwickt, alles sagt: „Benimm dich fein.“ Aber königlich kann ein Kind doch auch mit roten Backen beim Spielen sein.
[Bridge – gesprochen]
So. Und jetzt guckt euch das hier an.
[Strophe 3]
Da sind sie wieder — eure Kinder. Schön. Edel. Königlich. Aber diesmal können sie sich bewegen. Und plötzlich wirken sie menschlich. Sie haben Blumen, sie haben Spielzeug, ein Hund liegt mit dabei. Und keiner verliert die Würde, nur weil ein Kind dabei auch frei ist.
[Refrain]
Kinder wollen laufen, Kinder wollen lachen, Kinder wollen Unsinn und hundert Sachen machen. Und trotzdem können sie königlich sein, mit Würde, Glanz und Sonnenschein. Denn Größe steckt nicht im schweren Kleid, nicht im Stillstehen für die Ewigkeit.
[Outro – gesprochen]
Philipp. Diego. So sieht das doch viel besser aus. Königlich — ja. Aber endlich auch kindlich.