SMS · Susanne macht Schule
Biblische Zeitreisen · Zeitreise · FIKTIV

Jesus, bist du auch nach der Auferstehung für alle erreichbar?

Wie verstehen Christinnen und Christen Gebet und die Nähe des auferstandenen Jesus?

Biblische Zeitreisen › Jesus, bist du auch nach der Auferstehung für alle erreichbar?

Fiktive künstlerische Zeitreise. Keine historisch überlieferten Originalaussagen. Video zusätzlich bei YouTube öffnen.

Liedtext / Gespräch – hier aufklappen

[Intro – schmunzelnd]

Kaum war der Stein vom Grab gerollt, saß Susanne schon davor. „Entschuldige, Jesus, dass ich störe, doch ich hab da noch was vor! Bist du wirklich auferstanden? Und wie erreicht man dich denn jetzt? Muss man beten, muss man knien? Und wer hat dich hierher versetzt?“

[Strophe 1]

Ich sagte: „Moment mal, Susanne, ich bin gerade auferstanden! Und du sitzt schon an meinem Grab mit tausend Fragen in den Händen. Ich müsste eigentlich weiterziehen, hab schließlich noch was vor. Doch du lehnst lässig an dem Stein und fragst mich Löcher in mein Ohr!“

[Refrain]

Susanne, du quatschst mich doch auch voll! Warum soll das kein andrer können? Du brauchst kein goldenes Telefon, um mir dein Herz zu öffnen. Kein Passwort und kein Eintrittsgeld, kein Formular, kein Amt. Wenn du mit mir sprechen möchtest, dann fang doch einfach an!

[Strophe 2]

„Und Jesus, wie ist das mit dem Beten? Muss ich bestimmte Worte kennen? Brauche ich Kirche, Priester, Regeln, um deinen Namen nennen zu können?“ Ich lachte: „Hör mal, liebe Frau, du redest doch schon längst mit mir! Ganz ohne Weihrauch, ohne Glocken, ganz gemütlich sitzen wir hier. Ein Gebet kann Bitte sein, ein Dank, ein Zweifel oder Schrei. Du darfst sogar mal wütend werden, die Worte sind dabei ganz frei.“

[Refrain]

Susanne, du quatschst mich doch auch voll! Warum soll das kein andrer können? Du brauchst kein goldenes Telefon, um mir dein Herz zu öffnen. Kein Passwort und kein Eintrittsgeld, kein Formular, kein Amt. Wenn du mit mir sprechen möchtest, dann fang doch einfach an!

[Bridge – nachdenklich]

Doch eines solltest du verstehen: Nicht jeder hört mich wie ein Wort. Manchmal bleibt die Antwort aus, manchmal trägt die Hoffnung fort. Ich bin kein Automat für Wunder, kein Wunschdienst rund um die Uhr. Gebet ist keine Zaubersprache, es öffnet eine innre Tür.

[Strophe 3 – frech]

„Und Jesus, eine letzte Frage: Kann wirklich jeder zu dir kommen?“ Ich seufzte: „Susanne, wirklich jeder! Hast du das noch nicht vernommen? Die Armen, Kranken, die Verzweifelten, wer zweifelt oder gar nichts glaubt. Und keiner braucht erst eine Nummer, die ihm den Zutritt hier erlaubt.“

[Finale]

Du sitzt am Grab und willst erfahren, wie Menschen mich erreichen können. Dabei hast du mit deinem Fragen die Antwort selbst schon vorweggenommen. Nun muss ich aber wirklich los, nach Emmaus führt mich heut mein Weg. Zwei Jünger warten auf ein Gespräch – Susanne, bitte, lass mich weg!

[Outro – lachend]

Und wenn dir noch was Neues einfällt, dann sprich mich ruhig wieder an. Doch lass mich wenigstens erst gehen, bevor die nächste Frage kam!

Die Frage dieses Videos

Wie verstehen Christinnen und Christen Gebet und die Nähe des auferstandenen Jesus?

Beobachten und prüfen: Welche Antwort gibt die fiktive Figur, und welche Fragen bleiben offen?

Für die Diskussion

Welche Fragen stellt die fiktive Susanne am leeren Grab?

Welche Formen des Betens kennt ihr – Bitte, Dank, Klage, Stille?

Wie unterscheiden sich der biblische Text, religiöse Hoffnung und die erfundene Pointe mit Emmaus?

Historische und religiöse Einordnung

Das Lied spielt humorvoll am leeren Grab und verweist unter anderem auf die Ostererzählungen sowie die Emmausgeschichte in Lukas 24,13–35. Die Begegnung und die pointierten Antworten Jesu sind erfunden; verschiedene christliche Traditionen verstehen Gebet und Gotteserfahrung unterschiedlich. Ein Gebet ist keine Garantie für eine hörbare Antwort.

Fiktion und Quellenkritik: Die hier gesungenen Aussagen sind künstlerische Neuschöpfungen. Historische Daten, überlieferte Texte und mögliche Deutungen müssen im Unterricht voneinander unterschieden werden. Die Musik vermittelt eine Perspektive, keinen Beweis.

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