Die Frage
Wie viele Menschen glauben, dass Zeitlinien nebeneinander existieren – also dass es parallele Realitäten oder Versionen von uns gibt?
In dieser Denkwerkstatt werden verschiedene Vorstellungen gegenübergestellt: die Viele-Welten-Interpretation der Physik, spirituelle Ideen von Zeitlinienwechseln und eine eher offene Haltung zu alternativen Realitäten.
Harte Physik: Many-Worlds & Co.
In der Quantenphysik gibt es Interpretationen wie:
- Viele-Welten-Interpretation (Everett): Jeder Quantenprozess verzweigt die Realität.
- Multiversum-Szenarien in Kosmologie und Stringtheorie.
Diese Modelle kennen vor allem Physikerinnen und Physiker, Philosophinnen und Philosophen der Physik sowie informierte Science-Fiction-Fans.
1–2 %
Menschen, die diese Vorstellungen bewusst kennen und zumindest teilweise glauben.
Spirituelle / esoterische Parallelen
Ohne Physik sprechen viele Menschen von:
- „Zeitlinienwechsel“
- „anderen Versionen meines Lebens“
- „Parallelwelten“
- „Realitätssprüngen“
Solche Ideen begegnen unter anderem in der New-Age-Szene, im Bewusstseinscoaching, in Manifestations- und Quanten-Seminaren und in Teilen der Nahtod-Literatur.
5–8 %
„Da gibt es mehr als eine Realität“
Dazu kommen Menschen, die Filme wie Everything Everywhere, Doctor Strange oder Interstellar gesehen haben, den Begriff „Multiversum“ kennen und intuitiv sagen: „Warum nicht, das Universum ist groß.“
15–20 %
Wie viele wären das zusammen?
Physikalisch Informierte, spirituell Interessierte und Menschen, die weitere Realitäten für möglich halten.
25–30 %
Menschen, die mehr als eine reale „Zeitlinie“ für möglich oder wahrscheinlich halten.
Viele Wege zu einer ähnlichen Frage
Für die einen sind es quantenphysikalische Viele-Welten, für die anderen mystische Parallelrealitäten, für wieder andere einfach ein Gefühl, dass es anders hätte kommen können – und dass dieses „anders“ irgendwie real ist.
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