JENSEITS DER ZEIT

Originaltext zum Video

[Intro – Susanne, gesprochen]

Thomas, ich sage jeden Tag: Ich bin müde. Ich bin glücklich. Ich bin Susanne. Aber was bedeutet eigentlich dieses kleine Wort: bin?

[Thomas]

Du sagst, was etwas ist, und fragst noch nicht, ob es besteht. Du kannst den Phönix denken, auch wenn kein Phönix vor dir steht.

Das Wesen sagt: Was ist es? Das Sein sagt: Ist es wirklich da? Und zwischen diesen beiden Fragen beginnt die Metaphysik ganz nah.

[Refrain]

Was heißt: Ich bin? Nicht nur ein Name, nicht nur ein Ding. Etwas ist wirklich, etwas tritt ins Sein hinein.

Was heißt: Ich bin? Ein Satz so klein, ein Abgrund weit. Ich bin nicht nur, was ich beschreibe — ich bin Wirklichkeit.

[Susanne – gesprochen]

Dann ist „Ich bin“ eigentlich ungeheuerlich.

[Thomas]

Vielleicht. Denn bevor du sagst, wer du bist, bist du bereits.

[Outro]

Ich bin. Noch vor jedem Namen. Noch vor jeder Erklärung. Ich bin.