Originaltext zum Video
[Intro – Aristoteles, ruhig]
Susanne, du fragst mich: Warum wollt ihr Menschen eigentlich immer wissen? Warum reicht es euch nicht, einfach da zu sein? Weil ihr Menschen seid.
[Strophe 1]
Ein Kind sieht eine Tür und will wissen, was dahinter liegt. Es nimmt einen Stein, dreht ihn um, fragt: Warum? Ihr schaut zu den Sternen, in einen Körper, in eine Seele, in ein Atom. Nicht weil euch jemand zwingt. Weil etwas in euch sagt: Schau genauer hin.
[Refrain]
Alle Menschen streben von Natur aus nach Wissen. Nicht nur Professoren. Nicht nur Weise. Nicht nur die, die Bücher stapeln. Jeder Mensch, der fragt: Warum? Jeder Mensch, der sagt: Ich will verstehen, steht schon am Anfang der Philosophie.
[Strophe 2]
Wissen beginnt nicht mit Antworten. Es beginnt mit Verwunderung. Mit diesem kleinen Riss im Gewohnten: Moment mal. Warum ist das so? Und plötzlich ist die Welt nicht mehr nur Kulisse. Sie wird Frage.
[Bridge]
Natürlich könnt ihr mit Wissen angeben. Ihr könnt es sammeln wie Besitz. Aber dann habt ihr den Sinn verfehlt. Wissen soll die Welt nicht kleiner machen. Es soll euch zeigen, wie groß sie ist.
[Finaler Refrain]
Alle Menschen streben von Natur aus nach Wissen. Vielleicht, weil ihr nie ganz zufrieden seid mit dem ersten Blick. Vielleicht, weil im Menschen etwas lebt, das Wirklichkeit berühren will. Darum fragt. Aber glaubt nie, ihr wäret fertig. Denn wer wirklich viel weiß, weiß irgendwann auch, wie viel noch offen ist.
[Outro]
Susanne, solange du fragst, bist du unterwegs.