Rainer Maria Rilke - Duineser Elegien 01 bis 10 gesamt

 

Intro 0:00
Duineser Elegien – 01) Wind über der Klippe 0:05
Duineser Elegien – 02) Zu hell zum Nahen 3:46
Duineser Elegien – 03) Verwandlung des Eros 6:19
Duineser Elegien – 04) Das offene Schmerzmaß 9:47
Duineser Elegien – 05) Seiltanz der Saltimbanques 13:47
Duineser Elegien – 06) Held ohne Trompeten 17:25
Duineser Elegien – 07) Lob der Dinge – Oratorio 21:00
Duineser Elegien – 08) Im Offenen – Oratorio 24:26
Duineser Elegien – 09) Verwandlung ins Lob 27:33
Duineser Elegien – 10) Klage und Trost 30:09

Wikipedia schreibt:
In den Duineser Elegien thematisiert Rilke das Leben mit diesen Widersprüchen auf poetische Weise. Die Probleme werden dabei nicht linear nacheinander abgehandelt und gelöst. Vielmehr wird der Raum der Probleme im Laufe des Zyklus immer weiter ausgeschritten, was sich darin zeigt, dass scheinbar gelöste Probleme wieder aufgegriffen und ihre Lösungen verworfen oder relativiert werden; so wird die Möglichkeit des mythologischen Trosts aus der ersten Elegie in der zweiten Elegie hinterfragt und negiert.

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Erste Elegie
Angst und Staunen vor der Existenz: der Mensch ist „nicht heimisch“, Engel als Maß des Reinen, Liebe und Tod als Kräfte, die uns übersteigen.

Zweite Elegie
Engel vs. Mensch: Engel sind „das Schreckliche“ vor lauter Reinheit; menschliche Liebe bleibt brüchig, Sehnsucht richtet sich auf das Unfassbare.

Dritte Elegie
Liebesleid und Eros als Transformation: persönliches Begehren soll in eine größere, ent-persönlichte Liebe verwandelt werden.

Vierte Elegie
Der Mensch als „offenes“ Wesen im Schmerz: Bewusstsein schafft Einsamkeit; Engel/Mensch-Spannung zeigt die Größe und Not des Menschseins.

Fünfte Elegie
Das Akrobaten-Bild (Saltimbanques): Künstler und Außenseiter balancieren zwischen Höhe und Sturz – Metapher für die prekäre menschliche Existenz.

Sechste Elegie
Held und Jugend: der „Held“ verbrennt rasch; wahrer Mut ist das stille Annehmen des Alltäglichen und Vergänglichen.

Siebte Elegie
Lob des Hier und Jetzt: Dinge der Welt sollen in der Liebe „verwandelt“ und bewahrt werden – Hinwendung zur irdischen Wirklichkeit.

Achte Elegie
Tier vs. Mensch: das Tier ist „im Offenen“, der Mensch durch Bewusstsein getrennt; Aufgabe: die Welt dennoch lobend zu bewohnen.

Neunte Elegie
Sinn des Daseins: das Schwere verwandeln, das Vergängliche preisen; durch „Lob“ wird Welt in Sprache gerettet.

Zehnte Elegie
Klage und Trost: Leid gehört zum Menschsein, doch im Durchleiden reift Verwandlung; Schluss in ein großes „Lob der Erde“ geführt.

Idee, Text & Musik:

Susanne Albers – Mystik Online
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