Folge 56: (Hof) Ich spüre Gott – aber niemand glaubt mir.
Frage:
Ich steh früh auf,
allein auf dem Feld, im Stall, unter’m Himmel.
Und manchmal ist da etwas.
Etwas Heiliges.
Aber wenn ich’s sag,
lächeln sie müde –
oder machen Witze.
Antwort:
Mystisch gesehen spricht Gott oft dort,
wo kein Mikrofon steht.
Du brauchst keinen Beweis,
keine Zustimmung –
nur ein Herz,
das lauscht.
[Intro – leise, offen]
Es war früh.
Noch dunkel.
Ich stand am Zaun
und hab einfach nur geatmet.
Und dann –
war da Licht.
Kein Sonnenlicht.
Ein anderes.
[Vers 1 – ehrlich, schlicht]
Ich hab nichts gesehen.
Aber ich wusste:
Da ist etwas.
Im Wind.
Im Atem der Kuh.
Im Tropfen auf dem Grashalm.
Und ich war plötzlich
ganz.
Ohne Fragen.
[Vers 2 – zurück in die Welt]
Später beim Frühstück
hab ich’s erzählt.
Sie lachten.
Oder sagten:
„Du solltest mehr schlafen.“
Und ich
hab geschwiegen.
Aber das Licht
blieb bei mir.
[Vers 3 – mystisch, klar]
Vielleicht
ist Gott
nicht in Kirchen,
nicht in Begriffen,
nicht in Paragraphen.
Vielleicht
ist Gott
ein Atemzug
zwischen Mist
und Morgentau.
Und du
hast ihn gespürt.
[Refrain – ruhig, tief]
Ich spür ihn.
Und das reicht.
Auch wenn keiner’s glaubt.
Auch wenn keiner’s fragt.
Ich weiß,
was ich weiß.
[Schluss – fast flüsternd]
Ich brauch keinen Zeugen.
Ich bin der Zeuge.
Und das Licht,
das in mir bleibt,
wächst tiefer
als jede Saat.
Achtung: Als ich diesen Text geschrieben hatte, fror mein Beldschirm genau in dem Moment ein, als ich die Worte "Ich spüre Gott" schrieb. GOTT IST HIER!!!!
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