Mystische Problemlösung

Folge 55: (Hof) Ich bin allein mit 200 Hektar.

Frage:
Die Fläche ist groß.
Das Land weit.
Die Technik riesig.
Aber ich bin allein.
Kein Mitarbeiter. Keine Hilfe. Keine Zeit für Pause.
Nur ich – und alles, was gemacht werden muss.

Antwort:
Mystisch gesehen gehört dir nicht der Hof –
sondern du gehörst dir.
Du bist nicht Maschine,
nicht Besitz.
Du bist Seele auf Boden.
Und dein Alleinsein
ist kein Versagen,
sondern ein stiller Schrei nach Würde.

 

[Intro – trocken, klar]
200 Hektar.
Drei Traktoren.
Zwei Silos.
Eine Familie.
Aber keiner hilft.
Weil keiner kann.
Oder will.
Oder da ist.

[Vers 1 – ehrlich, hart]
Ich arbeite durch.
Ohne Wochenende.
Ohne Urlaub.
Ohne Pause.
Die Kühe fragen nicht,
ob ich müde bin.
Der Mähdrescher fragt nicht,
ob ich weine.

[Vers 2 – einsam]
Ich bin nicht arm.
Ich hab Besitz.
Aber ich hab keinen Menschen,
der versteht,
was es heißt,
wenn du den ganzen Tag
nicht sprichst –
außer mit Maschinen.

[Vers 3 – mystisch, still]
Vielleicht
ist mein Hof ein Spiegel.
Von einer Gesellschaft,
die denkt,
Land macht sich von selbst.
Vielleicht
sind meine Felder weit –
aber mein Herz
ist leer.

Und das
macht krank.

[Refrain – leise, brüchig]
Ich bin allein.
Mit Fläche.
Mit Lärm.
Mit Verantwortung.
Aber keiner
fragt:
Wie geht's dir?

[Schluss – sanft]
Ich bin Mensch.
Nicht nur Flächenmanager.
Und wenn ich verschwinde,
wächst hier nichts mehr –
außer
Stille.

 

 

 

 

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