Folge 53: (Hof) Ich steh jeden Morgen auf – und frage mich: Wofür?
Frage:
Ich arbeite. Ich kämpfe. Ich mache weiter.
Aber jeden Morgen frage ich mich:
Für wen eigentlich?
Für Brüssel? Für Vorschriften? Für Zahlen, die mich nicht kennen?
Antwort:
Mystisch gesehen entsteht Sinn nicht im System,
sondern im Herz, das nicht aufhört zu lieben.
Du bist kein Rädchen –
du bist einer, der trägt.
Und genau das
ist Würde.
[Vers 1 – leer und sachlich]
Für die Bank?
Für Brüssel?
Für eine EU-Richtlinie,
die mich nie gefragt hat?
Für einen Bürokratensatz,
der mich wie Zahl behandelt?
Ich bin kein Antrag.
Ich bin Mensch.
Mit Erde unter den Nägeln.
[Vers 2 – brennend und bitter]
Sie sagen:
„Digitalisieren Sie das!“
„Fördern Sie hier,
melden Sie dort.“
Aber keiner fragt,
wie viele Morgen
man aushält,
ohne Sinn.
[Vers 3 – mystisch, still]
Vielleicht
ist mein Wofür
nicht mehr draußen.
Nicht in Brüssel.
Nicht in der Statistik.
Sondern
in einem Atemzug,
der sagt:
Ich bin noch da.
Und das ist Grund genug.
[Refrain – ruhig, brüchig]
Ich frag mich: Wofür?
Und ich weiß es nicht.
Aber ich steh trotzdem auf.
Weil irgendetwas in mir
den Hof
noch nicht aufgibt.
[Schluss – leise wie ein Morgennebel]
Vielleicht
ist mein Sinn
nicht sichtbar.
Aber spürbar –
für die Erde.
Für das Tier.
Für mein Herz.
Und vielleicht
ist das alles,
was bleibt.
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