Mystische Problemlösung

Folge 50: (Hof) Alle zeigen auf uns – dabei füttern wir sie.

Frage:
Wenn irgendwo was schiefläuft,
sind wir schuld.
Klimakrise, Tierwohl, Preise, Umwelt –
wir sind immer die Zielscheibe.
Aber keiner fragt,
wer sie eigentlich alle satt macht.

Antwort:
Mystisch gesehen bist du der Boden –
fest, still, tragend.
Wer sich auf dich stellt,
kann leicht treten.
Doch ohne dich fällt alles.
Du bist das Fundament.
Nicht der Feind.

 

[Intro – nüchtern, verletzt]
Sie demonstrieren.
Sie posten.
Sie schreien:
„Die Bauern sind schuld!“
An allem.
An Regen.
Am Fleisch.
Am Dreck.
Am Sterben.
An der Welt.

[Vers 1 – aufrecht]
Aber wer hat euch satt gemacht?
Wer steht morgens draußen,
wenn ihr noch schlaft?
Wer kennt jeden Hektar
wie seine Hosentasche?

Ich.
Wir.
Die, auf die ihr zeigt.

[Vers 2 – tief, ehrlich]
Wir sind nicht perfekt.
Aber wir sind da.
Wir sind nicht sauber.
Aber wir sind echt.
Wir machen Fehler.
Aber wir machen überhaupt noch was.

Und das
ist mehr,
als viele von euch tun.

[Vers 3 – mystisch, fest]
Vielleicht
sind wir nicht die Schuldigen –
sondern die Spiegel.
Vielleicht
ist eure Wut
nur eure eigene Entfremdung
vom Leben.
Von Dreck.
Von Blut.
Von Brot.

[Refrain – ruhig, standhaft]
Ihr zeigt auf uns.
Aber wir tragen euch.
Ihr schimpft.
Aber ihr esst.
Und alles, was ihr kauft,
wächst bei uns.
Mit Händen.
Mit Schwielen.
Mit Wirklichkeit.

[Schluss – klar]
Vielleicht
seht ihr uns erst,
wenn wir nicht mehr da sind.
Aber dann
habt ihr nichts mehr auf dem Teller.

Und das
wird lauter sprechen
als jeder Protest.

 

 

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