Mystische Problemlösung

Folge 49: (Hof) Ich weine, wenn ich spritzen muss.

Frage:
Ich fahre raus mit der Spritze,
weil ich muss.
Weil es anders nicht aufgeht.
Aber jedes Mal tut es weh –
als würde ich mich selbst verraten.

Antwort:
Mystisch gesehen zeigt dein Schmerz,
dass du noch wach bist.
Noch fühlst.
Noch Mensch bist –
auch in einem System, das genau das nicht braucht.
Deine Tränen sind kein Fehler.
Sie sind dein Widerstand.

 

[Intro – leise, fast schamvoll]
Keiner sieht’s.
Ich hab die Schutzkleidung an,
den Tank voll,
den Zeitdruck im Nacken.
Ich fahre los –
und ich weine.
Jedes Mal ein bisschen.

[Vers 1 – ehrlich, verletzlich]
Ich weiß, was das Zeug tut.
Ich weiß, was es tötet.
Ich weiß, dass es nicht gut ist –
fürs Feld,
für die Tiere,
für mich.

Aber ich muss.
Weil ich sonst verliere.
Alles.

[Vers 2 – innerlich zerbrochen]
Ich hab andere reden hören:
„Selber schuld!“
„Stell doch um!“
Aber keiner weiß,
was das kostet.
Was es heißt,
wenn du nicht spritzt –
und alles verlierst.

[Vers 3 – mystisch, tief]
Vielleicht
bin ich nicht der Täter.
Vielleicht
bin ich der Letzte,
der noch fühlt,
was hier wirklich passiert.
Vielleicht
sind meine Tränen
das Einzige,
was dieses Feld noch heilt.

[Refrain – leise, wahr]
Ich spritze –
aber ich weine.
Ich arbeite –
aber ich zweifle.
Und vielleicht
ist genau das
meine Würde.

[Schluss – ganz ruhig]
Ich bin kein Monster.
Ich bin kein System.
Ich bin ein Mensch
in einem Käfig aus Zahlen.
Und ich hab
nicht aufgehört zu fühlen.

Noch nicht.

 

 

 

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