Folge 48: (Hof) Ich liebe die Erde – aber ich muss sie ausbeuten.
Frage:
Ich sehe den Boden, das Leben, das Wachsen.
Ich liebe das Land –
aber die Rechnungen zwingen mich zu Monokultur, Dünger, Tempo.
Ich tue Dinge, die ich selbst nicht mehr gut finde.
Antwort:
Mystisch gesehen wird nicht nur die Erde verletzt –
sondern auch du.
Dein Schmerz zeigt,
dass du noch verbunden bist.
Und genau daraus
wächst Hoffnung.
[Intro – ruhig, schuldig]
Ich spür’s.
Jedes Jahr wird der Boden müder.
Die Regenwürmer sind weniger.
Der Duft ist anders.
Aber ich muss.
Muss liefern.
Muss rechnen.
Muss durchziehen.
[Vers 1 – sachlich und traurig]
Ich fahr mit Maschinen,
die ich mir kaum leisten kann.
Ich streu, ich spritz, ich ernte.
Aber ich weiß:
So hat das Leben nicht gedacht.
[Vers 2 – zerrissen]
Ich seh das Feld.
Es schreit nicht.
Aber ich hör’s.
Ich weiß,
es braucht Pause.
Es braucht Luft.
Aber ich hab keinen Spielraum.
Keine Zeit.
Keine Wahl.
[Vers 3 – mystisch, erdig]
Vielleicht
schreit der Acker durch mich.
Vielleicht
bin ich nicht Täter,
sondern Mittler.
Vielleicht
ist meine Liebe zum Land
der letzte Schutz,
den es noch hat.
[Refrain – sanft, tief]
Ich mach’s –
aber ich fühl’s.
Und das
ist kein Verrat.
Das
ist mein Ringen.
Mit mir.
Mit der Erde.
Mit dem System.
[Schluss – leise, hoffnungsvoll]
Ich will anders.
Und vielleicht
kommt ein Tag,
an dem das wieder reicht:
Ein Mensch,
ein Feld,
und gegenseitiger Respekt.
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