Mystische Problemlösung

Folge 47: (Hof) Ich arbeite 12 Stunden – und verdiene weniger als der Supermarkt.

Frage:
Ich stehe früh auf, schufte den ganzen Tag,
aber am Ende bleibt kaum was übrig.
Die Preise macht der Handel –
ich arbeite, und andere verdienen.

Antwort:
Mystisch gesehen misst sich Wert nicht in Geld.
Deine Arbeit nährt –
Menschen, Erde, Zukunft.
Vielleicht wirst du ausgebeutet.
Aber du bist nicht wertlos.
Du bist Wurzel.

 

[Intro – müde, klar]
Vier Uhr dreißig.
Kaffee.
Gummistiefel.
Futter, Mist, Reparaturen.
Papierkram bis abends.
Und am Ende:
300 Euro Gewinn im Monat.
Vielleicht.

[Vers 1 – bitter ehrlich]
Der Supermarkt nimmt das Doppelte.
Die Kette macht Werbung mit „regional“.
Und ich?
Ich krieg Centbeträge.
Für meine Eier.
Meine Kartoffeln.
Mein Leben.

[Vers 2 – leise Wut]
Alle wollen billig.
Alle reden von Nachhaltigkeit.
Aber keiner fragt:
Wie geht’s dir eigentlich?
Wie lange machst du das noch?

[Vers 3 – mystisch]
Vielleicht
ist dein Wert nicht auf dem Kassenzettel.
Vielleicht
trägt dein Stall
mehr Würde
als jedes Büro.
Vielleicht
ist dein Leben
ein stilles Gebet
für das,
was uns alle ernährt.

[Refrain – ruhig, aufrecht]
Ich verdiene wenig.
Aber ich diene viel.
Und das
bleibt.
Auch wenn keiner’s sieht.

[Schluss – erdig, mit Stolz]
Ich bin kein Kostenfaktor.
Ich bin kein Verlierer.
Ich bin
Bauer.
Und das ist genug.

 

 

 

 

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