Folge 46: (Hof) Ich kann Tiere nicht mehr töten – aber davon lebt mein Betrieb.
Frage:
Ich bin Landwirt.
Ich halte Tiere.
Aber ich merke: Ich kann sie nicht mehr zum Schlachter bringen.
Ich verstehe den Kreislauf –
aber mein Herz rebelliert.
Antwort:
Mystisch gesehen ist dein Schmerz kein Scheitern.
Er ist ein Erwachen.
Du bist kein Gegner der Natur –
du bist ihr Spiegel.
Und das ist heilig.
[Intro – leise, rau]
Ich hab’s gelernt.
Früh.
Mit 12 stand ich im Stall,
hab beim Schlachten geholfen,
hab gesagt: „So ist das Leben.“
Heute zittert meine Hand,
wenn der Transporter kommt.
[Vers 1 – ehrlich]
Ich fütter sie.
Ich kenn ihre Blicke.
Ich hab Kälber geholt,
die ich später
nicht anschauen konnte.
Und dann:
Papier.
Gewicht.
Preis.
[Vers 2 – innerer Riss]
Ich weiß, wie das System läuft.
Ich bin nicht naiv.
Aber mein Herz fragt:
„Warum?“
Nicht aus Protest –
sondern aus Liebe.
[Vers 3 – mystisch]
Vielleicht
ist das der Anfang.
Nicht vom Untergang –
sondern vom Wandel.
Vielleicht
bin ich nicht mehr der Züchter.
Sondern der Zeuge.
Der, der fühlt,
was alle verdrängen.
[Refrain – ruhig, klar]
Ich kann nicht mehr töten.
Aber ich kann noch leben.
Und vielleicht
ist genau das
meine neue Berufung.
[Schluss – still, erdig]
Ich bin kein Verräter.
Ich bin kein Spinner.
Ich bin einfach
Mensch –
auf einem Hof
mit Herz.
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