Folge 45: (Amt) Ich weiß nicht mehr, ob ich etwas Gutes tue.
Frage:
Ich arbeite, ich bearbeite, ich funktioniere.
Aber innerlich frage ich mich:
Bringt das hier irgendwem etwas?
Hilft das wirklich?
Oder bin ich nur Teil eines endlosen Verwaltungsrads?
Antwort:
Mystisch gesehen ist Wirkung nicht messbar –
aber Gegenwart spürbar.
Du musst nicht die Welt retten.
Du musst nur echt sein
in dem Moment,
wo jemand dich braucht.
[Intro – still, ehrlich]
Ich schiebe Anträge.
Ich fülle Masken.
Ich schreibe Sätze,
die niemand liest.
Und abends frag ich mich:
Was hat das heute gebracht?
[Vers 1 – leer, suchend]
War ich Hilfe?
War ich Hürde?
War ich nur da –
oder wirklich da?
Ich hab niemanden berührt.
Aber ich war höflich.
Ich hab niemanden verändert.
Aber ich war fair.
Zählt das?
[Vers 2 – tief, aber müde]
Ich seh Menschen kommen
und gehen.
Ich merk mir keine Namen mehr.
Nur Gesichter,
die irgendwann aufhören zu hoffen.
Und ich frage mich:
Hab ich noch einen Sinn?
[Vers 3 – mystisch, schlicht]
Vielleicht
ist Sinn nichts Lautes.
Vielleicht
ist Sinn,
dass du bleibst,
wenn andere nicht mehr zuhören.
Vielleicht
ist dein gutes Tun
nicht sichtbar –
aber spürbar.
Für den einen,
der dich brauchte.
Heute.
Kurz.
[Refrain – ruhig, fast tröstend]
Ich tu, was ich kann.
Auch wenn es klein wirkt.
Ich bin da –
auch wenn’s keiner sieht.
Und vielleicht
war genau das heute
gut.
[Schluss – leise, stark]
Ich bin kein Held.
Ich bin kein Retter.
Ich bin Mensch
in einem Raum,
wo Menschlichkeit Mangelware ist.
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