Folge 44: (Amt) Ich verstehe sie nicht – und sie verstehen mich nicht.
Frage:
Viele Menschen, die zu mir kommen,
sprechen kaum Deutsch.
Ich versuche es mit Händen, mit Mimik, mit Geduld –
aber oft reicht es nicht.
Und ich frage mich:
Wie kann ich helfen,
wenn wir nicht dieselbe Sprache sprechen?
Antwort:
Mystisch gesehen ist Sprache mehr als Worte.
Ein Blick kann Vertrauen sein.
Ein Tonfall kann Brücke sein.
Du kannst nicht alles erklären –
aber du kannst anwesend sein.
Und manchmal reicht das.
[Intro – langsam, tastend]
„Name?“
„Geburtsdatum?“
„Was brauchen Sie?“
Stille.
Ein fragender Blick.
Ein Zettel,
auf dem „alles“ steht.
[Vers 1 – ehrlich, überfordert]
Ich rede.
Langsam.
Deutlich.
Aber es kommt nicht an.
Ich zeige.
Zeichne.
Lächle.
Aber oft
bleibt nur Ratlosigkeit.
Und ich frage mich:
Was versteht sie eigentlich?
[Vers 2 – menschlich]
Ich seh ihre Augen.
Ich seh, dass sie will.
Ich spür,
dass sie nicht dumm ist –
nur erschöpft.
Und ich?
Ich will helfen.
Aber ich kann nicht.
Nicht richtig.
Nicht tief.
[Vers 3 – mystisch, leise]
Vielleicht
ist Sprache nicht nur Grammatik.
Vielleicht
ist Würde auch ohne Worte sichtbar.
Vielleicht
reicht manchmal ein Nicken,
das sagt:
„Ich seh dich.
Auch wenn ich dich nicht versteh.“
[Refrain – ruhig, verbindend]
Ich versteh nicht alles.
Aber ich bin da.
Ich hab nicht die Sprache.
Aber ich hab ein Herz.
Und vielleicht
ist das heute
das Einzige,
was zählt.
[Schluss – sanft]
Zwischen uns
stehen Wörter.
Aber zwischen unseren Augen
steht Licht.
Und das
reicht für einen Anfang.
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