Mystische Problemlösung

Folge 39: (Amt) Ich soll objektiv sein – aber ich spüre Mitgefühl.

Frage:
Ich arbeite im Amt.
Ich soll sachlich sein.
Neutral. Unberührt.
Aber manchmal bricht in mir etwas auf –
Mitgefühl. Mitleid.
Und ich frag mich:
Bin ich noch professionell?

Antwort:
Mystisch gesehen ist Objektivität kein Widerspruch zur Seele.
Sie schützt dich – aber darf dich nicht gefangen halten.
Dein Mitgefühl ist kein Fehler.
Es ist ein Ruf,
der dich lebendig hält.

 

[Intro – leise, tastend]
Ich lese Anträge.
Ich höre Geschichten.
Ich sortiere.
Ich entscheide.

Aber manchmal –
bleibt eine Stimme
in mir hängen.
Und sie klingt wie:
„Bitte.“

[Vers 1 – aufgewühlt]
Ich spür’s.
Wenn jemand stumm wird.
Wenn jemand kämpft,
aber ohne Kraft.
Wenn jemand lächelt –
und doch zusammenfällt.

Und ich frag mich:
Darf ich das fühlen?

[Vers 2 – sachlich und zerrissen]
Man sagt:
„Bleib neutral.“
„Keine Ausnahmen.“
„Kein Herz im Textfeld.“
Aber ich bin kein Automat.
Ich bin Haut.
Ich bin Hören.
Ich bin Nähe.

[Vers 3 – mystisch, befreiend]
Vielleicht
ist Objektivität der Mantel.
Aber du –
bist der Mensch darin.
Vielleicht
hält dich dein Mitgefühl
am Leben.
Damit du bleibst.
Ganz.
Echt.
Nicht taub.

[Refrain – sanft, klar]
Ich bin nicht zu weich.
Ich bin nicht unprofessionell.
Ich bin lebendig.
Und das
ist mein Beitrag.

[Schluss – wie ein inneres Ja]
Ich fühl mit.
Ich halt aus.
Ich sortiere.
Aber ich vergesse nicht:
Ich bin Seele
im System.
Und das ist erlaubt.

 

 

 

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