Folge 37: (medizinisch) Ich will raus aus der Klinik – aber ich bleibe.
Frage:
Ich kann nicht mehr.
Ich will weg.
Aber ich bleibe – aus Pflicht, Angst, Gewohnheit.
Und verliere mich selbst.
Antwort:
Mystisch gesehen ist Bleiben nicht immer Treue –
manchmal ist es Flucht vor dem eigenen Ruf.
Wenn dein Herz leise flüstert „Geh“ –
ist das vielleicht Gott.
[Intro – leer, erschöpft]
Ich steh wieder hier.
Frühschicht.
Flurlicht.
Klingeln.
Ich kenn jede Ecke –
aber nicht mehr mich.
[Vers 1]
Ich wollte doch helfen.
Menschen.
Heilen.
Aber jetzt?
Ich zähle nur noch Tage.
Ich lächle falsch.
Ich funktioniere –
aber nicht mehr aus Liebe.
[Vers 2]
Ich sag mir:
„Das ist sicher.“
„Das ist richtig.“
„Das ist mein Platz.“
Aber tief drin
ruft etwas:
„Geh.“
Und ich –
hör weg.
[Vers 3 – mystisch]
Vielleicht
ist Gehen kein Versagen.
Vielleicht
ist es Hören.
Auf das,
was in dir brennt –
und leben will.
Gott ruft nicht immer laut.
Manchmal flüstert er
in deiner Müdigkeit.
[Refrain – langsam, klar]
Ich darf gehen.
Ich darf loslassen.
Ich darf neu beginnen.
Nicht gegen die Klinik –
sondern für mich.
[Schluss – ruhig, entschlossen]
Ich gehe.
Nicht weil ich fliehe.
Sondern weil ich endlich
mich selbst wieder spüre.
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