Folge 36: (medizinisch) Die Eltern verweigern alles – und das Kind leidet.
Frage:
Ich sehe das Kind.
Es ist krank, vernachlässigt, vielleicht misshandelt.
Aber die Eltern verweigern jede Hilfe.
Ich will eingreifen –
doch meine Hände sind gebunden.
Antwort:
Mystisch gesehen kannst du nicht alles retten –
aber du kannst Zeugnis sein.
Wo die Ohnmacht wächst,
wächst auch dein Licht –
wenn du bleibst.
[Intro – angespannt, bitter]
Ich seh das Kind.
Die Augen.
Den Körper.
Die Angst.
Und ich spür:
Da stimmt was nicht.
[Vers 1]
Ich hab’s gemeldet.
Ich hab geredet.
Ich hab geschrieben.
Aber keiner hört.
Die Eltern sagen Nein.
Zur Hilfe.
Zur Wahrheit.
Zum Licht.
[Vers 2]
Ich will schreien.
Zerreißen.
Rausziehen.
Schützen.
Aber ich darf nicht.
Ich soll abwarten.
Protokoll.
Verfahren.
Papier.
[Vers 3 – mystisch]
Vielleicht
bin ich hier
nicht um zu siegen –
sondern um zu bleiben.
Vielleicht
ist meine Liebe
der einzige Schutz,
den das Kind spürt.
Auch wenn ich nichts tun darf –
ich bin da.
[Refrain – ruhig, ernst]
Ich halte aus.
Ich seh hin.
Ich weiche nicht.
Und mein Blick
sagt mehr
als tausend Paragraphen.
Ich bin da –
für das Kind.
[Schluss – still, hartnäckig]
Ich bleibe Zeuge.
Auch wenn keiner hinsieht.
Und das Licht
bleibt mit mir.
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