Folge 35: (medizinisch) Ich habe Krebs. Und soll trotzdem stark sein.
Frage:
Ich bin Ärztin.
Und ich bin krank.
Alle sehen die Helferin –
aber ich selbst breche weg.
Wer heilt mich?
Antwort:
Mystisch gesehen musst du nicht funktionieren –
du darfst fallen.
Stärke ist nicht das Weitermachen.
Sondern:
Trotz Krankheit
noch du selbst sein dürfen.
[Intro – müde, sanft]
Ich hab die Diagnose selbst gelesen.
Meine Akte.
Meine Werte.
Und plötzlich
war ich nicht mehr Ärztin –
sondern Fall.
[Vers 1]
Alle sagen:
„Du schaffst das.“
„Du bist so stark.“
„Du weißt doch, wie das geht.“
Aber ich will nicht wissen.
Ich will weinen.
Ich will rufen:
„Halt die Welt an!“
[Vers 2]
Ich heil sonst andere.
Ich hör sonst zu.
Ich geb Kraft.
Aber jetzt?
Wer hört mich?
Wer hält mich?
Wer sagt mir:
„Du darfst schwach sein.“
[Vers 3 – mystisch]
Vielleicht
ist genau das
meine größte Stärke:
Nicht tun.
Nicht retten.
Nur sein.
Mensch.
Verletzlich.
Ehrlich.
[Refrain – still, kraftvoll]
Ich kämpfe nicht gegen den Krebs.
Ich lebe mit dem Licht,
das ihn durchdringt.
Ich bin nicht stark –
ich bin echt.
Und das reicht.
[Schluss – leise, befreit]
Ich bin krank.
Aber nicht verloren.
Ich bin gehalten.
Und vielleicht
beginnt Heilung
genau da.
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