Folge 33: (medizinisch) Ich habe einen Fehler gemacht – und ein Mensch ist gestorben.
Frage:
Ich hab zu spät reagiert.
Ein Fehler – und ein Mensch ist tot.
Ich trage es mit mir. Jeden Tag.
Antwort:
Mystisch gesehen bist du nicht Gott –
du bist Mensch.
Schuld will nicht zerbrechen,
sondern verwandelt werden.
Durch Ehrlichkeit.
Und Gnade.
[Intro – flach, erschüttert]
Ich war da.
Ich war zuständig.
Ich hab’s übersehen.
Ich hab’s zu spät gemerkt.
Und jetzt –
ist jemand tot.
[Vers 1]
Ich kann die Szene nicht löschen.
Sie läuft in Endlosschleife.
Das Piepen.
Der Blick.
Die Lücke.
Der Schnitt in der Zeit –
den ich nicht mehr kleben kann.
[Vers 2]
Ich hab versagt.
Ich hab versagt.
Ich hab versagt.
Das flüstert es nachts.
Das schreit es leise.
Und ich frage Gott:
Warum war ich so blind?
[Vers 3 – mystisch]
Vielleicht
war ich nicht blind.
Nur endlich.
Nur menschlich.
Vielleicht
ist Schuld kein Beweis
für Böses –
sondern für Tiefe.
Und der Schmerz,
der bleibt –
ist auch der,
der heilt.
[Refrain – ernst, aber weich]
Ich hab Schuld.
Aber ich bin nicht Schuld.
Ich bin nicht der Tod.
Ich bin der,
der bleibt,
der trägt,
der lernt,
der sich nicht versteckt.
[Schluss – langsam, mit Luft]
Ich geb es ab.
Nicht billig.
Nicht leicht.
Aber ehrlich.
Und Gott sagt nichts.
Aber er bleibt.
Und das –
ist genug.
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