Folge 31: (medizinisch) Ich glaube nicht daran – aber ich tue es trotzdem.
Frage:
Ich arbeite in einer Klinik mit Impfpflicht.
Ich glaube an Naturheilkunde.
Ich unterschreibe Formulare,
die ich innerlich nicht vertreten kann.
Bin ich falsch hier?
Antwort:
Mystisch gesehen heißt Wahrhaftigkeit nicht: laut rebellieren.
Sondern: innerlich klar bleiben.
Du darfst mitspielen –
solange du dich nicht verlierst.
Die Frage ist nicht, was du tust –
sondern, wie du es tust.
[Intro – leise, zerrissen]
Ich unterschreibe.
Jeden Tag.
Formulare.
Routinen.
Standards.
Und ich denke:
Das bin ich nicht.
[Vers 1]
Ich glaube an Pflanzen.
An Wärme.
An Hände.
Nicht an Listen.
Nicht an Pflicht.
Nicht an „eins für alle“.
Aber ich tue es.
Weil ich muss.
Oder?
[Vers 2]
Ich fühl mich falsch.
Wie ein Verräter.
An mir selbst.
An meiner Überzeugung.
Und doch:
Ich will helfen.
Ich will da sein.
Und das heißt –
mitgehen.
Ein Stück weit.
[Vers 3 – mystisch]
Vielleicht
geht’s gar nicht um die Spritze.
Sondern um deine Haltung.
Vielleicht
bist du nicht Teil des Problems –
wenn du Licht bleibst
in dunklen Räumen.
[Refrain – ruhig, aber bestimmt]
Ich tu, was verlangt wird –
aber ich bleib ich.
Ich rede nicht laut –
aber ich leuchte still.
Ich unterschreibe –
aber nicht blind.
[Schluss – sanft, stark]
Und irgendwann
fragt mich jemand:
„Warum bist du so anders?“
Und dann sag ich:
„Weil ich innerlich nicht aufgegeben habe.“
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