Ein Mensch betet. Immer wieder.
Mit Hoffnung, mit Tränen, mit Stille.
Aber nichts ändert sich. Kein Wunder. Kein Zeichen. Kein Trost.
Nur Schweigen.
Antwort:
Mystisch gesehen ist dieses Schweigen kein Nein.
Es ist ein Ort.
Ein Raum zwischen deinem Ruf und Gottes Antwort –
wo nicht Gott fehlt,
sondern deine alte Vorstellung von ihm zerfällt.
Wenn nichts geschieht,
könnte es sein, dass du gerade verwandelt wirst.
[Intro – müde, ehrlich, offen]
Ich hab gebetet.
Wirklich.
Nicht einmal.
Nicht mechanisch.
Ich hab gerufen.
Gefleht.
Geschwiegen.
Und gehofft.
Aber nichts.
[Vers 1]
Die Krankheit blieb.
Der Mensch ging.
Der Schmerz blieb wach.
Und ich?
Ich blieb auch.
Trotz allem.
Mit einem „Warum“ im Hals,
das keiner beantworten will.
[Vers 2]
Man sagt: „Gott hört.“
Aber was, wenn er nur
zuhört –
und nicht eingreift?
Was,
wenn ich da sitze
und rede
in einen Himmel,
der mich nicht zurückruft?
[Vers 3 – mystisch]
Und doch:
Ich atme noch.
Ich bin hier.
Etwas trägt mich.
Etwas hält mich.
Vielleicht ist das
nicht das Wunder, das ich wollte –
aber das,
das ich brauchte.
[Vers 4]
Vielleicht ist das Schweigen
nicht leer –
sondern heilig.
Vielleicht geschieht
nicht außen etwas,
sondern innen.
Und mein Gebet
war nie ein Wunschzettel,
sondern ein Samen.
[Refrain – still, aber fest]
Ich bete.
Auch wenn nichts geschieht.
Weil mein Herz weiß,
was mein Kopf längst vergessen wollte:
Dass Gott nicht immer antwortet –
aber immer da ist.
[Schluss – wie ein Flüstern aus der Tiefe]
Vielleicht war das Gebet
nicht für Gott.
Sondern für mich.
Und jetzt bin ich leiser geworden.
Und das reicht –
für ein Wunder.
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