Mystische Problemlösung

Folge 24: Ich bin krank – aber alle sagen, ich sehe doch gut aus.

Ein Mensch leidet. Täglich. Innerlich, körperlich, dauerhaft.
Aber von außen? Nichts zu sehen. Kein Verband, kein Gips, kein blasses Gesicht.
Und so kommt der Satz: „Du siehst doch fit aus!“
Aber innerlich zerreißt es.

Antwort:
Mystisch gesehen ist das eine der tiefsten Prüfungen:
sichtbar stark – und unsichtbar schwach.
Aber Gott sieht nicht, was die Leute sehen.
Gott hört das, was du nicht mehr sagen kannst.
Und das reicht – um heil zu werden,
auch ohne verstanden zu werden.

 

[Intro – leise, erschöpft, echt]
Ich bin krank.
Nicht im Kopf.
Nicht erfunden.
Nicht übertrieben.
Aber niemand sieht’s.
Also glauben sie’s nicht.

[Vers 1]
Ich stehe da.
Lächle.
Nicke.
Und innerlich ist alles schwer.
Mein Körper brennt,
mein Kopf ist aus Nebel.
Aber du sagst:
„Du siehst gut aus heute.“
Und ich fall fast um.

[Vers 2]
Ich hab aufgehört, zu erklären.
Weil’s eh keiner hören will.
Oder sie sagen:
„Ach, das haben viele.“
Oder: „Denk positiv.“
Als ob Gedanken
meine Nerven heilen.

[Vers 3 – mystisch]
Aber Gott hört,
was keiner fragt.
Gott sieht,
was du nicht zeigen kannst.
Er misst nicht in Diagnosen,
sondern in Tränen,
die du heimlich geweint hast.

[Vers 4]
Dein Leid ist echt.
Auch wenn niemand
es verstehen will.
Auch wenn du funktionierst.
Auch wenn du lachst.
Du darfst krank sein –
und gleichzeitig wertvoll.

[Refrain – zärtlich, wie ein innerer Schwur]
Ich sehe gut aus.
Na und?
Ich leide trotzdem.
Ich gehe weiter.
Nicht weil ich muss –
sondern weil ich bin.
Und Gott geht mit.

[Schluss – ruhig, wie ein inneres Licht]
Vielleicht bin ich nicht sichtbar krank.
Aber Gott hat mich längst gesehen.
Und das genügt –
für heute.

 

 

 

 

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