Folge 23: Ich wurde geschlagen – und liebe den, der’s getan hat.
Ein Mensch wurde verletzt. Immer wieder.
Von jemandem, den er liebt – oder liebte.
Und trotzdem ist da dieses Band. Diese Bindung. Dieses Warum.
Warum liebe ich den, der mich zerstört hat?
Antwort:
Mystisch gesehen ist das keine Schwäche – sondern eine Seelenverstrickung,
die dich in einer alten Geschichte festhält.
Vielleicht nicht nur deiner.
Liebe darf sein – aber sie muss nicht bleiben, wo sie dich zerbricht.
Gott nennt das nicht Treue.
Gott nennt das Erlösung – wenn du gehst.
[Intro – leise, wie ein inneres Zittern]
Ich hätte gehen sollen.
Früher.
Sofort.
Aber ich bin geblieben.
Weil ich dachte:
Vielleicht wird’s besser.
Vielleicht hab ich's verdient.
Vielleicht ist das… Liebe.
[Vers 1]
Er hat mich geschlagen.
Nicht immer mit der Faust.
Manchmal mit Worten.
Mit Schweigen.
Mit Blicken, die mich kleiner machten.
Und ich –
habe trotzdem geliebt.
Oder genau deswegen?
[Vers 2]
Ich weiß, dass es falsch war.
Ich weiß, dass es weh tat.
Aber da war auch Nähe.
Da war Geschichte.
Da war ich.
Verloren zwischen Hoffnung
und Gewohnheit.
[Vers 3 – mystisch]
Gott fragt nicht:
„Warum bist du geblieben?“
Gott sagt:
„Ich war da –
in deinem Verstummen,
in deinem Warten,
in deinem letzten Nein.“
[Vers 4]
Lieben heißt nicht:
alles ertragen.
Lieben heißt nicht:
dich selbst aufgeben.
Lieben heißt manchmal:
gehen.
Weil die Würde
die höchste Form der Liebe ist.
[Refrain – fest, klar, innerlich stark]
Ich habe geliebt.
Aber ich liebe jetzt anders.
Nicht gegen mich.
Nicht im Schmerz.
Sondern in der Freiheit,
mich nicht mehr schlagen zu lassen.
[Schluss – wie ein stilles Loslassen]
Ich liebe ihn noch.
Vielleicht.
Aber ich liebe mich jetzt mehr.
Und das ist keine Sünde.
Das ist Heilung.
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