Folge 16: Was tun, wenn jemand sagt: „Ich bin von Gott gesandt“?
Frage: Jemand behauptet, er sei von Gott gesandt. Was tun – glauben, lachen, wegrennen?
Antwort: Nicht sofort urteilen.
Frage dich lieber: Macht es dich frei – oder klein?
Du hörst die Worte und willst gleich fliehn:
„Ich bin gesandt.“ – Klingt wie Wahnsinn, nicht wie Ziehn.
Doch halt mal inne, spür erst dein Herz:
Ist da nur Angst – oder auch Schmerz?
Denn wer vom Licht kommt, bringt keine Pflicht,
sondern Wahrheit, die trifft – und ein anderes Gesicht.
Nicht erhoben, nicht prahlend, nicht laut –
sondern klar, wenn dein Innerstes vertraut.
Was macht dich frei? Was führt dich zu dir?
Was bringt nicht Spaltung, sondern Frieden ins Revier?
Wer liebt, der zwingt nicht – wer heilt, der schreit nicht –
und wer Gott kennt, fürchtet das Dunkel nicht.
Denn der Gesandte trägt nicht eine Krone –
er sitzt nicht auf Thrönchen mit frommem Getöne.
Er weint mit den Schwachen, geht in den Staub,
stellt keine Regeln – nur Fragen, ganz genau.
Bist du bereit, dein eigenes Licht zu sehen?
Nicht auf die Knie, sondern aufrecht zu gehen?
Dann prüf die Worte, nicht das Gewand –
denn manchmal steht Gott direkt an deinem Rand.
Ob gesandt oder irre – das fragt nur der Kopf.
Die Seele weiß’s besser: Ist’s Wahrheit? Ist’s Trost?
So frag nicht zu schnell: „Was glaubt der da bloß?“
Frag lieber dich selbst:
„Was spricht hier mit mir – ganz leise, ganz groß?“
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