Sondern: Ich bleib wach – auch wenn’s wehtut.
Du findest das Wahlergebnis furchtbar – und willst am liebsten aussteigen.
Antwort: Demokratie ist kein Beifall für deine Meinung –
sie ist die Bühne deiner Haltung. Jetzt zeigt sich, ob du frei bist.
Du wachst auf.
Hoffst noch, es war ein Traum.
Aber nein –
die Zahlen stimmen.
Die Partei, die du ablehnst, hat gewonnen.
Und du spürst:
Wut.
Trauer.
Scham.
Ohnmacht.
Und du fragst dich:
„Wozu noch wählen?
Was bringt das alles?
Wie kann das überhaupt sein?“
Aber ich sag dir:
Demokratie ist kein Wunschkonzert.
Es ist ein Übungsfeld.
Nicht für Rechthaber.
Sondern für Bewusste.
Wenn du nur in der Demokratie stehst,
solange dein Team führt –
bist du Mitläufer, nicht Bürger.
Fühl das.
Demokratie ist unbequem.
Aber sie gibt dir Raum.
Nicht, um zu toben –
sondern um zu tragen.
Trag das Ergebnis.
Nicht zustimmend –
aber bewusst.
Und dann frag dich:
„Was ist meine Form des Lichts –
in dieser Zeit?
Was ist meine Stimme –
jenseits des Wahllokals?“
Vielleicht ist es Gespräch.
Vielleicht ist es Kunst.
Vielleicht ist es Widerstand –
aber aus Liebe,
nicht aus Panik.
Denn wer wach bleibt,
auch wenn’s wehtut –
der schützt mehr,
als ein Kreuz auf Papier je könnte.
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