Eine Mutter verliert ihr Kind. Sie fragt: Warum hat Gott das zugelassen?
Antwort: Der Körper geht – die Seele bleibt. Dein Kind ist nicht weg. Es ist nur anders nah.
Da ist ein leeres Bett.
Ein Spielzeug.
Ein Geruch, der bleibt.
Und du.
Zerbrochen.
Stumm.
Taub.
Nur eine Frage bleibt:
„Warum?“
Aber es gibt keinen Grund,
den dein Herz je verstehen würde.
Es gibt kein „Deshalb“,
das deinen Schmerz erklärt.
Und doch sag ich dir:
Es war kein Ende.
Nur ein Übergang.
Das, was du geliebt hast,
ist nicht verschwunden.
Es hat nur die Form gewechselt.
Du sagst:
„Das ist kein Trost.“
Und du hast recht.
Denn Trost ist zu klein
für eine Seele,
die das Liebste verloren hat.
Aber Wahrheit ist größer.
Und sie flüstert dir:
„Ich bin noch da.
Nicht im Körper –
aber in dir.
In jedem Schritt.
In jedem Sonnenstrahl.
In jedem Atemzug.“
Der Tod ist nicht die Strafe Gottes.
Er ist Teil der Bewegung des Lichts.
Und manche Seelen
gehen früh –
nicht weil sie schwach sind,
sondern weil sie komplett waren.
Weil sie alles erfüllt haben,
was sie sich vorgenommen haben –
in wenigen Jahren,
in einem einzigen Blick,
in einem letzten Lächeln.
Dein Kind ist nicht weg.
Es ist nur woanders.
Aber die Verbindung bleibt.
Immer.
Und wenn du irgendwann wieder still wirst –
und nicht mehr nach Antworten suchst,
sondern einfach atmest –
dann wirst du spüren:
„Du bist da.
Noch immer.
Und ich bin nicht allein.“
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