Mystische Problemlösung für Minister

Folge M4: Ich wollte mich nur ausweinen.

Ich halt alles zusammen.
Jeden Tag.
Zwischen Druck, Mikrofon, Entscheidungsschmerz.
Und heute –
war’s einfach zu viel.

Ich wollte heim.
Nicht politisch –
sondern menschlich.

Hab meine Mutter angerufen.
Alte Küche, Radio rauscht.
Ich sag: „Mama…
Ich glaub, ich kann nicht mehr.“

Und sie sagt:

„Junge, wir haben den Krieg überlebt.
Wir hatten Kartoffelschalen mit Wanzen drin.
Da wirst du doch wohl…
deinem hohen Amt gerecht werden.“

Ich halt das Handy weg.
Weil mir die Tränen kommen.
Nicht vor Schmerz –
sondern vor diesem alten, unkaputtbaren Stolz.
Der keine Schwäche kennt.
Und schon gar kein Weinen.

Ich hab niemanden,
bei dem ich einfach
mal
nur
sein darf.

Ich halt so viel aus –
aber grad halt ich nichts mehr.

Und ich hör mich flüstern:

„Ich will keine Stärke.
Ich will kurz:
Gesehen werden.“

Und da – mitten in der Leere –
flüstert etwas anderes zurück:

Du darfst Minister sein.
Aber auch Kind.
Auch müde.
Auch weich.

Du brauchst keine Erlaubnis zum Weinen.
Nur einen Moment –
in dem du dich nicht verurteilst.

Minister,
du musst nicht kämpfen,
wenn du gerade brichst.

Manchmal ist das Ehrlichste,
was du tun kannst:

**Einfach.

Weinen.

Ohne.

Schuld.**

 

 

 

 

 

 

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