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Jacob Burckhardt - Die Kultur der Renaissance in Italien

Jacob Burckhardt - Die Kultur der Renaissance in Italien. Ein Versuch.
Dritter Abschnitt: Die Wiedererweckung des Altertums - Die lateinische Rede

Viel glänzender noch als der Briefschreiber tritt der Redner1) hervor, in einer Zeit und bei einem Volke, wo das Hören als ein Genuss ersten Ranges galt und wo das Phantasiebild des römischen Senates und seiner Redner alle Geister beherrschte. Von der Kirche, bei welcher sie im Mittelalter ihre Zuflucht gehabt, wird die Eloquenz vollkommen emanzipiert; sie bildet ein notwendiges Element und eine Zierde jedes erhöhten Daseins. Sehr viele festliche Augenblicke, die gegenwärtig mit der Musik ausgefüllt werden, gehörten damals der lateinischen oder italienischen Rede, worüber sich jeder unserer Leser seine Gedanken machen möge.

Welches Standes der Redner war, galt völlig gleich; man bedurfte vor allem des virtuosenhaft ausgebildeten humanistischen Talentes. Am Hofe des Borso von Ferrara hat der Hofarzt, Jeronimo da Castello, sowohl Friedrich III. als Pius II. zum Willkomm anreden müssen2); verheiratete Laien besteigen in den Kirchen die Kanzeln bei jedem festlichen oder Traueranlass, ja selbst an Heiligenfesten.. Es war den ausseritalischen Basler Konzilsherren etwas Neues, dass der Erzbischof von Mailand am Ambrosiustage den Aeneas Sylvius auftreten liess, welcher noch keine Weihe empfangen hatte; trotz dem Murren der Theologen liessen sie sich es gefallen und hörten mit grösster Begier zu3).

Ueberblicken wir zunächst die wichtigern und häufigern Anlässe des öffentlichen Redens.

Vor allem heissen die Gesandten von Staat an Staat nicht vergebens Oratoren; neben der geheimen Unterhandlung gab es ein unvermeidliches Paradestück, eine öffentliche Rede, vorgetragen unter möglichst pomphaften Umständen4). In der Regel führte von dem oft sehr zahlreichen Personal einer zugestandenermassen das Wort, aber es begegnete doch dem Kenner Pius II., vor welchem sich gerne jeder hören lassen wollte, dass er eine ganze Gesandtschaft, einen nach dem andern, anhören musste5). Dann redeten gelehrte Fürsten, die des Wortes mächtig waren, gerne und gut selber, italienisch oder lateinisch. Die Kinder des Hauses Sforza waren hierauf eingeschult, der ganz junge Galeazzo Maria sagte schon 1455 im grossen Rat zu Venedig ein fliessendes Exerzitium her6), und seine Schwester Ippolita begrüsste den Papst Pius II. auf dem Kongress zu Mantua 1459 mit einer zierlichen Rede7). Pius II. selbst hat offenbar als Redner in allen Zeiten seines Lebens seiner letzten Standeserhöhung mächtig vorgearbeitet; als grösster kurialer Diplomat und Gelehrter wäre er vielleicht doch nicht Papst geworden ohne den Ruhm und den Zauber seiner Beredsamkeit. »Denn nichts war erhabener als der Schwung seiner Rede«8). Gewiss galt er für Unzählige schon deshalb als der des Papsttums Würdigste, bereits vor der Wahl.

Sodann wurden die Fürsten bei jedem feierlichen Empfang angeredet, und zwar oft in stundenlanger Oration. Natürlich geschah dies nur, wenn der Fürst als Redefreund bekannt war oder dafür gelten wollte9), und wenn man einen genügenden Redner vorrätig hatte, mochte es ein Hofliterat, Universitätsprofessor, Beamter, Arzt oder Geistlicher sein.

Auch jeder andere politische Anlass wird begierig ergriffen, und je nach dem Ruhm des Redners läuft alles herbei, was die Bildung verehrt. Bei alljährlichen Beamtenerneuerungen, sogar bei Einführung neuernannter Bischöfe muss irgendein Humanist auftreten, der bisweilen10) in sapphischen Strophen oder Hexametern spricht; auch mancher neu antretende Beamte selbst muss eine unumgängliche Rede halten über sein Fach, z. B. »über die Gerechtigkeit«; wohl ihm, wenn er darauf geschult ist. In Florenz zieht man auch die Condottieren - sie mögen sein wer und wie sie wollen - in das landesübliche Pathos hinein und lässt sie bei Ueberreichung des Feldherrenstabes durch den gelehrtesten Staatssekretär vor allem Volk haranguieren11). Es scheint, dass unter oder an der Loggia de' Lanzi, der feierlichen Halle, wo die Regierung vor dem Volke aufzutreten pflegte, eine eigentliche Rednerbühne (rostra, ringhiera) angebracht war.

Von Anniversarien werden besonders die Todestage der Fürsten durch Gedächtnisreden gefeiert. Auch die eigentliche Leichenrede ist vorherrschend dem Humanisten anheimgefallen, der sie in der Kirche, in weltlichem Gewande rezitiert, und zwar nicht nur am Sarge von Fürsten, sondern auch von Beamten u. a. namhaften Leuten12). Ebenso verhält es sich oft mit Verlobungs- und Hochzeitsreden, nur dass diese (wie es scheint) nicht in der Kirche, sondern im Palast, z. B. die des Filelfo bei der Verlobung der Anna Sforza mit Alfonso d'Este im Kastell von Mailand, gehalten wurden. (Es könnte immerhin in der Palastkapelle geschehen sein.) Auch angesehene Privatleute liessen sich wohl einen solchen Hochzeitsredner als vornehmen Luxus gefallen. In Ferrara ersuchte man bei solchen Anlässen einfach den Guarino13), er möchte einen seiner Schüler senden. Die Kirche als solche besorgte bei Trauungen und Leichen nur die eigentlichen Zeremonien.

Von den akademischen Reden sind die bei Einführung neuer Professoren und die bei Kurseröffnungen14) von den Professoren selbst gehaltenen mit dem grössten rhetorischen Aufwand behandelt. Der gewöhnliche Kathedervortrag näherte sich ebenfalls oft der eigentlichen Rede15).

Bei den Advokaten gab das jeweilige Auditorium den Maßstab für die Behandlung der Rede. Je nach Umständen wurde dieselbe mit dem vollen philologisch-antiquarischen Pomp ausgestattet.

Eine ganz eigene Gattung sind die italienisch gehaltenen Anreden an die Soldaten, teils vor dem Kampf, teils nachher. Federigo von Urbino16) war hiefür klassisch; einer Schar nach der andern, wie sie kampfgerüstet dastanden, flösste er Stolz und Begeisterung ein. Manche Rede in den Kriegsschriftstellern des 15. Jahrhunderts, z. B. bei Porcellius (S. 130), möchte nur teilweise fingiert sein, teilweise aber auf wirklich gesprochenen Worten beruhen. Wieder etwas anderes waren die Anreden an die seit 1506, hauptsächlich auf Macchiavells Betrieb organisierte florentinische Miliz17), bei Anlass der Musterungen und später bei einer besondern Jahresfeier. Diese sind von allgemein patriotischem Inhalt; es hielt sie in der Kirche jedes Quartiers vor den dort versammelten Milizen ein Bürger im Brustharnisch, mit dem Schwert in der Hand.

Endlich ist im 15. Jahrhundert die eigentliche Predigt bisweilen kaum mehr von der Rede zu scheiden, insofern viele Geistliche in den Bildungskreis des Altertums mit eingetreten waren und etwas darin gelten wollten. Hat doch selbst der schon bei Lebzeiten heilige, vom Volk angebetete Gassenprediger Bernardino da Siena es für seine Pflicht gehalten, den rhetorischen Unterricht des berühmten Guarino nicht zu verschmähen, obwohl er nur italienisch zu predigen hatte. Die Ansprüche, zumal an die Fastenprediger, waren damals ohne Zweifel so gross als je; hie und da gab es auch ein Auditorium, welches sehr viel Philosophie auf der Kanzel vertragen konnte und, scheint es, von Bildung wegen verlangte18). Doch wir haben es hier mit den vornehmen lateinischen Kasualpredigern zu tun. Manche Gelegenheit nahmen ihnen, wie gesagt, gelehrte Laien vom Munde weg. Reden an bestimmten Heiligentagen, Leichen- und Hochzeitsreden, Einführungen von Bischöfen usw., ja sogar die Rede bei der ersten Messe eines befreundeten Geistlichen und die Festrede bei einem Ordenskapitel wurden wohl Laien überlassen19). Doch predigten wenigstens vor dem päpstlichen Hof im 15. Jahrhundert in der Regel Mönche, welches auch der festliche Anlaß sein mochte. Unter Sixtus IV. verzeichnet und kritisiert Giacomo da Volterra regelmässig diese Festprediger, nach den Gesetzen der Kunst20). Fedra Inghirami, als Festredner berühmt unter Julius II., hatte wenigstens die geistlichen Weihen und war Chorherr am Lateran; auch sonst hatte man unter den Prälaten jetzt elegante Lateiner genug. Ueberhaupt erscheinen mit dem 16. Jahrhundert die früher übergrossen Vorrechte der profanen Humanisten in dieser Beziehung gedämpft wie in andern, wovon unten ein weiteres.

Welcher Art und welches Inhaltes waren nun diese Reden im grossen und ganzen? Die natürliche Wohlredenheit wird den Italienern das Mittelalter hindurch nie gefehlt haben, und eine sogenannte Rhetorik gehörte von jeher zu den sieben freien Künsten; wenn es sich aber um die Auferweckung der antiken Methode handelt, so ist dieses Verdienst nach Aussage des Filippo Villani21) einem Florentiner Bruno Casini zuzuschreiben, welcher noch in jungen Jahren 1348 an der Pest starb. In ganz praktischen Absichten, um nämlich die Florentiner zum leichten, gewandten Auftreten in Räten u. a. öffentlichen Versammlungen zu befähigen, behandelte er nach Massgabe der Alten die Erfindung, die Deklamation, Gestus und Haltung im Zusammenhange. Auch sonst hören wir frühe von einer völlig auf die Anwendung berechneten rhetorischen Erziehung; nichts galt höher als aus dem Stegreif in elegantem Latein das jedesmal Passende vorbringen zu können. Das wachsende Studium von Ciceros Reden und theoretischen Schriften, von Quintilian und den kaiserlichen Panegyrikern, das Entstehen eigener neuer Lehrbücher22), die Benützung der Fortschritte der Philologie im allgemeinen und die Masse von antiken Ideen und Sachen, womit man die eigenen Gedanken bereichern durfte und musste - dies zusammen vollendete den Charakter der neuen Redekunst.

Je nach den Individuen ist derselbe gleichwohl sehr verschieden. Manche Reden atmen eine wahre Beredsamkeit, namentlich diejenigen, welche bei der Sache bleiben; von dieser Art ist durchschnittlich was wir von Pius II. übrig haben. Sodann lassen die Wunderwirkungen, welche Giannozzo Manetti23) erreichte, auf einen Redner schliessen, wie es in allen Zeiten wenige gegeben hat. Seine grossen Audienzen als Gesandter vor Nicolaus V., vor Dogen und Rat von Venedig waren Ereignisse, deren Andenken lange dauerte. Viele Redner dagegen benutzten den Anlass, um neben einigen Schmeicheleien für vornehme Zuhörer eine wüste Masse von Worten und Sachen aus dem Altertum vorzubringen. Wie es möglich war, dabei bis zwei, ja drei Stunden auszuhalten, begreift man nur, wenn man das starke damalige Sachinteresse am Altertum und die Mangelhaftigkeit und relative Seltenheit der Bearbeitungen - vor der Zeit des allgemeinen Druckens - in Betracht zieht. Solche Reden hatten noch immer den Wert, welchen wir (S. 231) manchen Briefen Petrarcas vindiziert haben. Einige machten es aber doch zu stark. Filelfos meiste Orationen sind ein abscheuliches Durcheinander von klassischen und biblischen Zitaten, aufgereiht an einer Schnur von Gemeinplätzen; dazwischen werden die Persönlichkeiten der zu rahmenden Grossen nach irgendeinem Schema z. B. der Kardinaltugenden gepriesen, und nur mit grosser Mühe entdeckt man bei ihm und andern die wenigen zeitgeschichtlichen Elemente von Wert, welche wirklich darin sind. Die Rede eines Professors und Literaten von Piacenza z. B. für den Empfang des Herzogs Galeazzo Maria 1467 beginnt mit C. Julius Caesar, mischt einen Haufen antiker Zitate mit solchen aus einem eigenen allegorischen Werk des Verfassers zusammen und schliesst mit sehr indiskreten guten Lehren an den Herrscher24). Glücklicherweise war es schon zu spät am Abend, und der Redner musste sich damit begnügen, seinen Panegyricus schriftlich zu überreichen. Auch Filelfo hebt eine Verlobungsrede mit den Worten an: Jener peripatetische Aristoteles usw., andere rufen gleich zu Anfang: Publius Cornelius Scipio u. dgl., ganz als könnten sie und ihre Zuhörer das Zitieren gar nicht erwarten. Mit dem Ende des 15. Jahrhunderts reinigte sich der Geschmack auf einmal, wesentlich durch das Verdienst der Florentiner; im Zitieren wird fortan sehr behutsam Mass gehalten, schon weil inzwischen allerlei Nachschlagewerke häufiger geworden sind, in welchen der erste beste dasjenige vorrätig findet, womit man bis jetzt Fürsten und Volk in Erstaunen gesetzt.

Da die meisten Reden am Studierpult erarbeitet waren, so dienten die Manuskripte unmittelbar zur weitern Verbreitung und Veröffentlichung. Grossen Stegreifrednern dagegen musste nachstenographiert werden25). Ferner sind nicht alle Orationen, die wir besitzen, auch nur dazu bestimmt gewesen, wirklich gehalten zu werden; so ist z. B. der Panegyricus des ältern Beroaldus auf Lodovico Moro ein bloss schriftlich eingesandtes Werk26). Ja wie man Briefe mit imaginären Adressen nach allen Gegenden der Welt komponierte als Exerzitium, als Formulare, auch wohl als Tendenzschriften, so gab es auch Reden auf erdichtete Anlässe27), als Formulare für Begrüssung grosser Beamten, Fürsten und Bischöfe u. dgl. m.

Auch für die Redekunst gilt der Tod Leos X. (1521) und die Verwüstung von Rom (1527) als der Termin des Verfalls. Aus dem Jammer der ewigen Stadt kaum geflüchtet, verzeichnet Giovio28) einseitig und doch wohl mit überwiegender Wahrheit die Gründe dieses Verfalls:

»Die Aufführungen des Plautus und Terenz, einst eine Uebungsschule des lateinischen Ausdruckes für die vornehmen Römer, sind durch italienische Komödien verdrängt. Der elegante Redner findet nicht mehr Lohn und Anerkennung wie früher. Deshalb arbeiten z. B. die Konsistorialadvokaten an ihren Vorträgen nur noch die Proömien aus und geben den Rest als trüben Mischmasch nur noch stossweise von sich. Auch Kasualreden und Predigten sind tief gesunken. Handelt es sich um die Leichenrede für einen Kardinal oder weltlichen Grossen, so wenden sich die Testamentsexekutoren nicht an den trefflichsten Redner der Stadt, den sie mit hundert Goldstücken honorieren müssten, sondern sie mieten um ein Geringes einen hergelaufenen kecken Pedanten, der nur in den Mund der Leute kommen will, sei es auch durch den schlimmsten Tadel. Der Tote, denkt man, spüre ja nichts davon, wenn ein Affe in Trauergewand auf der Kanzel steht, mit weinerlichem heiserm Gemurmel beginnt und allmählich ins laute Gebell übergeht. Auch die festlichen Predigten bei den päpstlichen Funktionen werfen keinen rechten Lohn mehr ab; Mönche von allen Orden haben sich wieder derselben bemächtigt und predigen wie für die ungebildetsten Zuhörer. Noch vor wenigen Jahren konnte eine solche Predigt bei der Messe in Gegenwart des Papstes der Weg zu einem Bistum werden.«


  1. Man vgl. die Reden in den Opera des Philelphus, Sabellicus, Beroaldus d. Ae. usw. und die Schriften und Biographien des Jan. Manetti, Aeneas Sylvius usw. Zurück
     
  2. Diario Ferrarese, bei Murat. XXIV, Col. 198, 205. Zurück
     
  3. Pii II. Comment. L. I, p. 10. Zurück
     
  4. So gross der Sukzess des glücklichen Redners war, so furchtbar war natürlich das Steckenbleiben vor grossen und erlauchten Versammlungen. Schreckensbeispiele sind gesammelt bei Petrus Crinitus, de honesta disciplina V, cap. 3. Vgl. Vespas. Fior., p. 319, 430. Zurück
     
  5. Pii II. Comment. L. IV, p. 205. Es waren noch dazu Römer, die ihn in Viterbo erwarteten. Singuli per se verba fecere, ne alius alio melior videretur, cum essent eloquentia ferme pares. - Dass der Bischof von Arezzo nicht das Wort führen durfte für die Kollektivgesandtschaft der italienischen Staaten an den neugewählten Alexander VI., zählt Guicciardini (zu Anfang des I. B.) ganz ernsthaft unter den Ursachen auf, welche das Unglück Italiens 1494 herbeiführen halfen. Zurück
     
  6. Mitgeteilt von Marin Sanudo, bei Murat. XXII, Col. 1160. Zurück
     
  7. Pii II. Comment. L. II, p. 107. Vgl. p. 87. - Eine andere lateinische Rednerin fürstlichen Standes war Madonna Battista Montefeltro, vermählte Malatesta, welche Sigismund und Martin haranguierte. Vgl. Arch. stor. IV, I, p. 442, Nota. Zurück
     
  8. De expeditione in Turcas, bei Murat. XXIII, Col. 68. Nihil enim Pii concionantis maiestate sublimius. - Ausser dem naiven Wohlgefallen, womit Pius selbst seine Erfolge schildert, vgl. Campanus, Vita Pii II, bei Murat. III, II, passim. Zurück
     
  9. Karl V. hat doch einmal, als er in Genua der Blumensprache eines latein. Redners nicht folgen konnte, vor Giovios Ohren geseufzt: »Ach, wie hat mein Lehrer Hadrian einst Recht gehabt, als er mir weissagte, ich würde für meinen kindischen Unfleiss im Lateinischen gezüchtigt werden!« - Paul. Jov. vita Hadriani VI. Zurück
     
  10. Lil. Greg. Gyraldus, de poetis nostri temp., bei Anlass des Collenuccio. - Filelfo, ein verheirateter Laie, hielt im Dom von Como die Einführungsrede für den Bischof Scarampi 1460. Zurück
     
  11. Fabroni, Cosmus, Adnot. 52. Zurück
     
  12. Was doch z. B. dem Jac. Volaterranus (bei Murat. XXIII, Col. 171) bei Platinas Gedächtnisfeier einigen Anstoss gab. Zurück
     
  13. Anecdota lit. I, p. 299, in Fedras Leichenrede auf Lod. Podocataro, welchen Guarino vorzugsweise zu solchen Aufträgen bestimmte. Zurück
     
  14. Von solchen Einleitungsvorlesungen sind viele erhalten, in den Werken des Sabellicus, Beroaldus maior, Codrus Urceus usw. Zurück
     
  15. Den ausgezeichneten Ruhm von Pomponazzos Vortrag s. bei Paul. Jov. Elogia. Zurück
     
  16. Vespas. Fior., p. 103. Vgl. die Geschichte p. 598, wie Giannozzo Manetti zu ihm ins Lager kömmt. Zurück
     
  17. Archiv. stor. XV, p. 113, 121, Canestrinis Einleitung; p. 342, s. der Abdruck zweier Soldatenreden; die erste, von Alamanni, ist ausgezeichnet schön und des Momentes (1528) würdig. Zurück
     
  18. Hierüber Faustinus Terdoceus, in seiner Satire De triumpho stultitiae, lib. II. Zurück
     
  19. Diese beiden erstaunlichen Fälle kommen bei Sabellicus vor (Opera, fol. 61-82: De origine et auctu religionis, zu Verona vor dem Kapitel der Barfüsser von der Kanzel gehalten, und: De sacerdotii laudibus, zu Venedig gehalten). Vgl. S. 260, Anm. 16. Zurück
     
  20. Jac. Volaterrani Diar. roman., bei Mut. XXIII. passim. - Col. 173 wird eine höchst merkwürdige Predigt vor dem Hofe, doch bei zufälliger Abwesenheit Sixtus IV. erwähnt: Pater Paolo Toscanella donnerte gegen den Papst, dessen Familie und die Kardinäle; Sixtus erfuhr es und lächelte. Zurück
     
  21. Fil. Villani, vite, p. 33. Zurück
     
  22. Georg. Trapezunt. Rhetorica, das erste vollständige Lehrgebäude. - Aen. Sylvius: Artis rhetoricae praecepta, in den Opera p. 992, bezieht sich absichtlich nur auf Satzbau und Wortfügung; übrigens bezeichnend für die vollkommene Routine hierin. Er nennt mehrere andere Theoretiker. Zurück
     
  23. Dessen Vita bei Murat. XX ist ganz voll von den Wirkungen seiner Eloquenz. - Vgl. Vespas. Fior. 592, s. Zurück
     
  24. Annales Placentini bei Murat. XX, Col. 918. Zurück
     
  25. So dem Savonarola, vgl. Perrens, Vie de Savonarole I, p. 163. Die Stenographen konnten jedoch ihm und z. B. auch begeisterten Improvisatoren nicht immer folgen. Zurück
     
  26. Und zwar keines von den bessern. Das Bemerkenswerteste ist die Floskel am Schlusse: Esto tibi ipsi archetypon et exemplar, te ipsum imitare etc. Zurück
     
  27. Briefe sowohl als Reden dieser Art schrieb Alberto di Ripalta, vgl. die von ihm verfassten Annales Placentini, bei Murat. XX, Col. 914, s., wo der Pedant seinen literarischen Lebenslauf ganz lehrreich beschreibt. Zurück
     
  28. Pauli Jovii Dialogus de viris litteris illustribus, bei Tiraboschi, Tom. VII, Parte IV. - Doch meint er noch wohl ein Jahrzehnd später, am Schluss der Elogia literaria: Tenemus adhuc, nachdem das Primat der Philologie auf Deutschland übergegangen, sincerae et constantis eloquentiae munitam arcem etc. Zurück

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