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Die Renaissance
bedeutete das Auftauchen des Menschen aus dem Dunkel des mittelalterlichen
Glaubens und Aberglaubens und die Rückkehr ins Licht der menschlichen
Vernunft. Italien und vor allem Florenz war das Zentrum dieses Wiedererwachens
des geistigen Lebens.
Zum Zeitpunkt der Geburt Leonardos im Jahr 1452 hatte sich Italien bereits
in rascher Entwicklung vom Mittelalter entfernt. Diese Bewegung hatte zunächst
auf der Ebene der Geisteswissenschaften, mit den Schriften der Humanisten,
begonnen, stand aber in klarem Zusammenhang mit der Entwicklung der Naturwissenschaften,
Veränderungen innerhalb der Kirche und dem allmählichen Übergang
vom Feudalsystem zu einer Art kapitalistischer Wirtschaftsstruktur.
Florenz war damals die reichste Stadt in Europa und bereits seit dreißig
Jahren, von der Geburt Leonardos an gerechnet, eine Republik. An der Spitze
dieser Republik waren Humanisten, die an die Würde des Menschen glaubten
und überzeugt waren, daß man durch den Einsatz seiner Intelligenz
vollkommenes Glück erreichen könne. Sie weckten auch das neue Interesse
an der klassischen Antike Roms und Griechenlands.
Die Fortschritte
der Naturwissenschaft und Technik gehörten zu den großen Veränderungen
in Leonardos Welt. So warf beispielsweise die kopernikanische Astronomie ein
völlig neues Licht auf die Stellung des Menschen und seiner Welt innerhalb
des Universums.
Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks war wohl eine der bedeutendsten Neuerungen
der Renaissance. Jedermann hatte plötzlich Zugang zu Literatur, Kunst,
Philosophie und Wissenschaft. Die rasche Verbreitung der Drucktechnik in ganz
Italien verstärkte das neuerwachte Bildungsbedürfnis der Menschen
und leitete ein Zeitalter weitreichender Kommunikation ein.
Ein nachhaltiger Einfluß der verschiedenen Umwälzungen in Wirtschaft und Wissenschaft konnte auch auf die Kirche nicht ausbleiben. Im Mittelalter war die Kirche letzte Instanz sowohl in weltlichen als auch in geistlichen Fragen gewesen. Auseinandersetzungen innerhalb der Kirche über die Entdeckungen der Naturwissenschaft schwächten ihre Stellung jedoch immer mehr und schließlich wurde ihre Autorität durch die Reformation in Frage gestellt. Hauptfigur dieses Angriffs gegen die Macht der Kirche war Martin Luther.
Gegen Ende des 15. Jahrhunderts stand die humanistische Bindung an die Antike dem Ansturm der neuen Entwicklungen auf sozialem, politischem, wirtschaftlichem und religiösem Gebiet gegenüber.
Die Zeit war reif für einen Menschen wie Leonardo da Vinci: Leonardo ging als Künstler und Wissenschaftler, Erfinder und Bildhauer, Ingenieur und Musiker, Schriftsteller und Technologe aus seiner Zeit hervor, bestimmte seine Zeit und wirkt bis in unsere Zeit hinein.
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Leonardo da Vinci Bilder
Sprüche von Leonardo da Vinci
Wo kannst du um den kleinsten Staat der Welt joggen, und nicht mal ins Schwitzen kommen ???
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