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Judentum Einstieg - Judentum 1 - Mittelalter 2 - Die Bibel 3 - Synagoge 4 - Die Schrift 5 - Zuhause 6 - Speisen 7 - Jüdische Feste 8 - Lebensweg 9 - Geschichte 10 - Begriffe 11 - Kalender 12 - Traurigster Zeitsprung 13

Europas Juden im Mittelalter - 9 Der Lebensweg

Neben religiösen und historischen Festen feiern Juden auch persönliche Fest. Die Geburt ist ein freudiges Ereignis, dann kommt bei Jungen die Beschneidung und Namensgebung, die Aufnahme in die Gemeinde (Bar Mizwa), die Hochzeit und schließlich Bestattung.

Beschneidung

Jeder jüdische Junge wird am achten Tag nach seiner Geburt beschnitten. Die Beschneidung wird von einem ausgebildeten BEschneider, dem Mohel, durchgeführt. Er nimmt ein medizinisches Messer und schneidet die Vorhaut am Penis ab. Das tut natürlich weh, aber es verhilt schnell wieder. Die Beschneidung ist das Zeichen, daß Juden das Bündnis mit Gott eingegangen sind. Bei der Beschneidung bekommt der Junge auch seinen Namen. Jüdische Jungennamen sind zum Beispiel Jakob, Menachem, Isaak, Josef, Abraham, Gideon, Moses, Hehuda oder Samuel. Mädchen heißen Ester, Sara, Ruth, Hanna, Miriam, Jentil, Bruna oder Judith.

Beschneidung

fünf Jahre

Wenn der Junge etwa fünf Jahre alt ist, lernt er, was in der Tora steht. Mit zehn Jahren liest er im Talmud. Mit 13 Jahren sollte er alle Gebote und Pflichten kennen.

 

In der Schule

Auch jüdische Kinder im Mittelalter mußte Hausaufgaben machen und viel lernen. In der Klasse war es sehr still und jeder übte fleißig, denn im Mittelalter waren alle Lehrer viel strenger als heute. Die wichtigsten Schulfächer waren Religion, Lesen, Schreiben, Rechnen und Hebräisch. In die Schule gingen nur die Jungen. Mädchen wurden zuhause von ihrer Mutter oder älteren Geschwistern unterrichtet.

 

Beschneidungswindel, die zu einem Tora Wimpel umgearbeitet wurde.

In der Schule

Bar Mizwa

Mit 13 Jahren wird ein jüdischer Junge mit einer feierlichen Zeremonie der Bar Mizwa, als gleichberechtigtes Mitglied in die Gemeinde aufgenommen. Dann ist er selbst für sein Tun verantwortlich. Am Tag der Bar Mizwa darf er in der Synagoge vor der Gemeinde aus der Tora vorlesen und es wird ein großes Fest gefeiert. Erst dann darf er die Tefillin, dei Gebetsriemen, anlegen und den Tallit (Gebetsschal) tragen.

Um auf diesen besonderen Tag vorbereitet zu sein, lernen jüdische Jungenn auf Hbräisch aus der Tora zu lesen. Sie müssen aber auch verstehen, was in der Tora steht. Dabei hilft ihnen ein Rabbiner, der die biblischen Gesetze genau kennt und auf alle Frage, die das jüdische Leben betreffen, eine Antwort findet.

 

Hochzeit

Eine jüdische Hochzeit findet meistens unter freiem Himmel statt. Das Brautpaar steht dabei unter einer Chuppa, einem Baldachin. Die Brautleute trinken aus einem Becher Wein, der zuvor vom Rabbiner gesegnet wurde. Der Bräutigam steckt einen Hochzeitsring auf den Zeigefinger der Braut. Am Ende der Feier zertritt der Bräutigam ein Glas. Das soll an die Zerstörung des tempels in Jerusalem erinnern.

Brautleute unter einer Chuppa

Schmuckkästchen

 

Ketubba

Bei der Hochzeit-Zeremonie müssen zwei Zeugen anwesend sein. Außerdem gibt es einen schriftlichen Ehevertrag. In diesem Vertrag, genannt Ketubbe, sind die Rechte und Pflichten der Frau und des Mannes geregelt.

Hochzeitsring

Ketubba

 

Friedhof

Zur jüdischen Gemeinde gehört ein Friedhof. Der Friedhof hat als Ort des Gedenkens an die Toten einen besonderen Stellenwert. Als "Haus der Ewigkeit" kann er nicht aufgelöst werden. Der älteste erhaltenen Friedhof aus dem Mittelalter befindet sich in Worms. Die Grabsteine sind in hebräischer Schrift beschrieben. Auf den Gräbern sieht man häufig Steinchen, sie symbolisieren die Erinnerung an den Verstorbenen und werden von jüdischen Besuchern niedergelegt.

 

Auf manchen jüdischen Grabsteinen finden sich Zeichen, die auf den Namen des Verstorbenen hinweisen.Hier findest Du ein Memory mit Bildern von Grabsteinen der jüdischen Friedhöfe in Essingen und Landau.

Eine Ausstellung des Historischen Museum der Pfalz in Speyer, die bis zum 28.08.2005 im Deutschen Historischen Museum in Berlin gezeigt wird. Abschrift der Lese-, Spiel - und Bastelmappe.

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Was symbolisiert die Taube ???

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